Zyprioten wählen türkeikritische Koalition [DE]
Bei den Parlamentswahlen am 21. Mai haben die griechischen Zyprioten die regierende Koalitionspartei von Tassos Papadopoulos bestätigt. Dieses Ergebnis dürfte eine Wiedervereinigung der Insel, welche Papadopoulos bereits in der Vergangenheit abgelehnt hatte, erschweren.
Bei den Parlamentswahlen am 21. Mai haben die griechischen Zyprioten die regierende Koalitionspartei von Tassos Papadopoulos bestätigt. Dieses Ergebnis dürfte eine Wiedervereinigung der Insel, welche Papadopoulos bereits in der Vergangenheit abgelehnt hatte, erschweren.
Der 72-jährige Präsident des griechischen Teils Zyperns, Passos Papadopoulos, sieht nach dem Sieg seiner Regierungskoalition nach den Parlamentswahlen keinen Grund für einen „dramatischen Kurswechsel“ in seiner Außenpolitik. So wird sich an der Ablehnung des UN-Plans zur Wiedervereinigung der Insel durch den griechischen Teil der Insel wohl nichts ändern.
Bei den ersten Wahlen seit der Ablehnung des UN-Friedenplans in einem Referendum 2004 erhielt die Demokratische Partei (DIKO) von Präsident Papdopoulos 18 % der Stimmen und der Koalitionspartner, die kommunistische Aufbaupartei des Arbeitenden Volkes (AKEL), 31 % der Stimmen. Die sozialistische Partei (EDEK), ebenfalls Teil der Regierungskoalition, erhielt 8,9 %. Für die stärkste Oppositionspartei, die konservative Demokratische Gesamtbewegung (DISY), stimmten 30 % der Wähler.
Insgesamt mussten alle Parteien, welche sich für den von der UN vorgelegten Plan zur Wiedervereinigung ausgesprochen hatten, beträchtliche Verluste hinnehmen.
Die neue Zusammensetzung des griechisch-zypriotischen Parlaments wird am 22. Mai bekannt gegeben. Die Regierung wird vom Präsidenten ernannt, dessen fünfjährige Amtszeit 2008 ablaufen wird.
In der Republik Zypern herrscht Wahlpflicht. Bei diesen Wahlen entschieden ca. 500.000 wahlberechtigte Bürger über die Verteilung der 56 Parlamentssitze. Insgesamt bewarben sich 487 Kandidaten von 10 verschiedenen politischen Parteien, einschließlich einer ersten türkisch-zypriotischen Politikerin, um einen Sitz im Parlament.