Abgeordnete rufen EU und USA zu Hedge Fonds-Regulierung auf [DE]
Vor dem G8-Treffen in Heiligendamm haben die europäischen Sozialdemokraten vor den negativen Auswirkungen von Hedge Fonds auf Beschäftigung und langfristige Investitionen gewarnt.
Vor dem G8-Treffen in Heiligendamm haben die europäischen Sozialdemokraten vor den negativen Auswirkungen von Hedge Fonds auf Beschäftigung und langfristige Investitionen gewarnt.
Eine Gruppe sozialdemokratischer Europaabgeordneter, die vom früheren dänischen Premierminister Paul Nyrup Rasmussen angeführt wird, warnt wie der US-amerikanische Kongressabgeordnete Barney Frank vor den Risiken, welche private Aktien- und Hedge Fonds für die ‚reale Wirtschaft’ darstellen, so für das langfristige Wachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Sie fordern strengere Regeln und Vorschriften.
Bei einer Pressekonferenz in Brüssel wies Rasmussen am 4. Juni 2007 darauf hin, dass die 20 wichtigsten Aktienunternehmen rund vier Millionen Arbeitnehmer beschäftigten und ihr Firmenbesitz sie zu den ‚größten Arbeitgebern der Welt’ mache. Das Problem, so Rasmussen, sei, dass sie sich selbst nicht als Arbeitgeber sähen.
Er fügte hinzu, dass diese Fonds oft vom Streben nach kurzfristiger Gewinnmaximierung gesteuert würden, ohne ‚Respekt für die Arbeitsplätze, Beschäftigte oder langfristige Investitionen“.
In einem offenen Brief an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte er mehr Transparenz und Berechenbarkeit von Hedge Fonds auf den internationalen Finanzmärkten sowie eine Stärkung der Arbeitnehmerrechte und die Einführung einer internationalen Arbeitsgruppe, die Empfehlungen für regulierende Maßnahmen entwickeln solle.
Die Staats- und Regierungschefs der acht führenden Industrienationen werden unter dem Vorsitz von Merkel beim G8-Treffen in Heiligendamm, das am 6. Juni 2007 beginnt, über Hedge Fonds diskutieren.
Merkel räumte jedoch schon vor dem Treffen ein, dass sie keine Einigung über Hedge Fonds während des Gipfels erwarte.