Air Berlin: Sorge um Arbeitsplätze, Zukunft von österreichischer Tochter unklar
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di äußert "große Sorge um Arbeitsplätze der Beschäftigten". Der Betriebsrat der österreichischen Tohtergesellschaft Niki ist zuversichtlich.
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di äußert „große Sorge um Arbeitsplätze der Beschäftigten“. Der Betriebsrat der österreichischen Tochtergesellschaft Niki ist hingegen zuversichtlich.
„Wir haben große Sorge um die Arbeitsplätze der Beschäftigten“, sagte Christian Behle vom ver.di-Bundesvorstand. „Wir erwarten von Air Berlin, dass vorrangig die Interessen der Beschäftigten berücksichtigt werden und das Unternehmen mit Hochdruck daran arbeitet, tragfähige und gute Konzepte zu entwickeln, um möglichst viele Arbeitsplätze zu retten. Dazu bedarf es einer Transparenz und der Einbeziehung der Gewerkschaft in die weiteren Planungen.“
Der Generalbevollmächtigte der insolventen Fluggesellschaft, Frank Kebekus, gibt sich optimistisch, dass die „Arbeitsplätze der meisten der 8600 Mitarbeiter gerettet werden können.“ Man befinde sich in guten Gesprächen mit potenziellen Käufern.
Verunsicherung gibt es auch unter den Beschäftigten der österreichischen Air Berlin-Tochter Niki. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, gehen die dortigen Arbeitnehmervertreter jedoch nicht davon aus, von der Insolvenz bedroht zu sein. Betriebsrat Stefan Tankovits in Wien: „Wir haben auch die Anzeichen bekommen, dass Air Berlin sehr interessiert daran ist, hier den Betrieb am Laufen zu halten, um uns dann möglichst reibungslos verkaufen zu können.“ Auszuschließen sei eine Insolvenz aber nicht. „Wir sind auf alles vorbereitet.“
Air Berlin hatte Anfang der Woche Insolvenz angemeldet, nachdem der arabische Großaktionär Etihad seine finanzielle Unterstützung gestrichen hatte. Interesse an Teilübernahmen wurden bisher sowohl seitens der Lufthansa wie auch vom Billigflieger Easyjet angemeldet. Die Bundesregierung hatte angekündigt, Air Berlin mit einem Kredit zu unterstützen, um den Flugbetrieb zunächst abzusichern.