Albanische Tracht wird zum Weltkulturerbe

Die Xhubleta, ein traditionelles albanisches Kleidungsstück, wurde laut Kulturministerin Elva Margariti zum immateriellen Kulturerbe der Welt erklärt und damit von der UNESCO geschützt.

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Die Xhubleta ist ein traditionelles Kleidungsstück, das von Frauen im Hochland des Landes getragen wird und dessen Geschichte 4000 Jahre zurückreicht. [Shutterstock/Shutterstock/ollirg]

Die Xhubleta, ein traditioneller albanischer Trachtenrock, wurde laut Kulturministerin Elva Margariti zum immateriellen Kulturerbe der Welt erklärt und damit von der UNESCO geschützt.

Die Xhubleta ist ein traditionelles Kleidungsstück, das von Frauen im Hochland des Landes getragen wird und dessen Geschichte 4000 Jahre zurückreicht. Sie ist glockenförmig, hat eine Betonung am Rücken und hängt mit zwei Trägern von den Schultern herab. Der Rock besteht in der Regel aus 13 bis 17 Streifen und ist aus Wolle gefertigt. Traditionell trugen unverheiratete Frauen einen weißen Rock, während verheiratete Frauen einen schwarzen trugen.

„Der zwischenstaatliche Ausschuss für den Schutz und die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes hat soeben einstimmig beschlossen, die Jubleta und ihre Lehre in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufzunehmen“, sagte Margariti bei der Sitzung des zwischenstaatlichen Ausschusses für den Schutz und die Erhaltung des immateriellen Kulturerbes, der dieses Jahr in Marokko stattfindet.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Jubleta nur ein Relikt der Vergangenheit bleibt, und durch die Aufnahme in diese Liste wird sie nicht nur von unseren Institutionen, sondern auch von internationalen Institutionen unterstützt“, so die Ministerin.

Sie erklärte, dass der Antrag erst 2019 gestellt wurde, nachdem man festgestellt hatte, dass die Tradition am Aussterben war. Massenauswanderung und Binnenmigration haben die Hochlandgebiete, in denen das Kleidungsstück traditionell getragen wird, entvölkert.

Die Xhubleta ist nach der Iso-Polyphonie, einer Art albanischer Volksmusik aus dem südlichen Teil des Landes und einigen Teilen des Nordens, das zweite Stück albanischen Ursprungs, das in die Liste aufgenommen wurde. Bei dieser Art von Musik gibt es keine Musikinstrumente, sondern zwei-, drei- oder vierstimmige Gesänge, die miteinander harmonieren und ineinander übergehen. Zweistimmige Lieder werden in der Regel von Frauen gesungen, während der vierstimmige Gesang der komplexeste ist.

Margariti kündigte außerdem an, dass vier weitere Bewerbungen für die UNESCO vorbereitet werden, darunter der traditionelle Tanz der Region Tropoje, die Tradition der Transhumanz-Viehwanderung, die Lieder der Grenzkrieger (Epos von Kreshniks) und das Werk des Fotografen Pietro Marubi.

„Wir bereiten auch die Lieder der Grenzkrieger, den Tanz von Tropoja, die Transhumanz (eine Tradition der Viehwanderung) und Marubi vor. Das sind große Aufgaben, die man nicht allein bewältigen kann. Es braucht viele Expert:innen und viele Mitarbeiter:innen, und es braucht definitiv viele finanzielle Mittel“, sagte sie.