Amoklauf an Schule: Serbien will Strafmündigkeitsalter senken

Als Reaktion auf die Schießerei am Mittwoch in einer Grundschule wo neun Menschen getötet und sieben verletzt wurden, schlägt die serbische Regierung vor, das Strafmündigkeitsalter von 14 auf 12 Jahre abzusenken.

EURACTIV.rs
People pay respect for the victims of shooting at Belgrade elementary school
Bei der Schießerei an der Schule, die Serbien und die ganze Welt schockierte, wurden acht Schüler und ein Wachmann getötet und sieben verwundet. Die Polizei verhaftete den 13-Jährigen - der die Schießerei laut Polizeiangaben wochenlang vorbereitet hatte und eine "Mordliste" besaß - sowie seine Eltern. [EPA-EFE/ANDREJ CUKIC]

Als Reaktion auf den Amoklauf in einer Grundschule wo neun Menschen getötet und sieben verletzt wurden, schlägt die serbische Regierung vor, das Strafmündigkeitsalter von 14 auf 12 Jahre abzusenken.

Bei den Schüssen an der Schule, die Serbien und die ganze Welt schockierte, wurden acht Schüler und ein Wachmann getötet. Die Polizei verhaftete den 13-Jährigen – der die Schießerei laut Polizeiangaben wochenlang vorbereitet hatte und eine „Mordliste“ besaß – sowie seine Eltern.

Die Regierung schlägt nicht nur vor, das Alter für die Strafmündigkeit um zwei Jahre zu senken, sondern auch ein Moratorium für die Ausstellung von Genehmigungen für den Besitz und das Tragen von Kurzwaffen zu erlassen.

Belgrad will auch die Sanktionen für Medieninhalte, die Gewaltszenen zeigen, verschärfen, Drogentests für Schüler der siebten und achten Klasse einzuführen und Mobiltelefone in Schulen verbieten.

Es wurde auch beschlossen, alle ausgestellten Genehmigungen für den Besitz von Waffen zu überprüfen und alle Schießstände in Serbien zu kontrollieren und Vorschriften für Schießstände auszuarbeiten, einschließlich eines Verbots für Minderjährige.

Außerdem wird vorgeschlagen, die Kontrollen derjenigen, die bereits im Besitz von Waffen sind, zu verstärken, indem unter anderem überprüft wird, ob die gesetzlichen Anforderungen für die sichere Aufbewahrung von Waffen erfüllt werden, einschließlich der Frage, ob sie getrennt von Minderjährigen aufbewahrt werden. Die Kontrollen sollen auch sicherstellen, dass der Zugang zu Minderjährigen und anderen unbefugten Personen angemessen verhindert wird.

Die Regierung hat das Justiz-, das Bildungs- und das Gesundheitsministerium damit beauftragt, diese Vorschläge in Verordnungsentwürfe umzusetzen.