Arbeitslosenquote in Spanien auf niedrigstem Stand seit 15 Jahren
Spanien beendete das Jahr 2022 mit einer Gesamtzahl von 2,83 Millionen Arbeitslosen, der niedrigsten Arbeitslosenzahl seit 2007, wie neue Daten des Arbeitsministeriums des Landes am Dienstag zeigten.
Spanien beendete das Jahr 2022 mit einer Gesamtzahl von 2,83 Millionen Arbeitslosen, der niedrigsten Stand seit 2007, wie neue Daten des Arbeitsministeriums des Landes am Dienstag zeigten.
Insgesamt arbeiten 471.360 mehr Menschen als noch 2021. Zudem fiel die Arbeitslosigkeit um 268.252 Personen auf insgesamt 2,83 Millionen (12,5 Prozent), berichtete EURACTIVs Partner EFE.
Allein im Dezember sank die Arbeitslosigkeit um rund 43 tausend Personen im Vergleich zu Vormonat. Im Dezember 2021 war sie noch um 77 tausend Personen zurückgegangen, weshalb das Arbeitsministerium davon ausgeht.
Aufgeschlüsselt nach Sektoren sank die registrierte (offizielle) Arbeitslosigkeit im Dienstleistungssektor um 37.080, in der Landwirtschaft um 4.922 und in der Gruppe der Langzeitarbeitslosen (Personen, die mehr als zwei Jahre hintereinander arbeitslos sind) um 7.155, während sie im Bausektor mit 5.155 mehr Arbeitslosen anstieg.
Nach Geschlecht aufgeschlüsselt, sank die Arbeitslosigkeit bei den Frauen in Spanien im Vergleich zum November 2022 um 37.411 auf insgesamt 1.690.148 weibliche Arbeitslose, während die Arbeitslosigkeit bei den Männern um 6.316 auf 1.147.505 zurückging.
Die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen unter 25 Jahren ging im Dezember ebenfalls um 12.185 zurück. Dennoch bleibt Spanien eines der EU-Länder mit der höchsten Arbeitslosenquote (32,30 Prozent).
Am stärksten sank die Arbeitslosigkeit in Andalusien (22.280), in der Region Madrid (6.782 Personen) und auf den Kanarischen Inseln (3.124).
Unterdessen warnte die UGT, eine der größten Gewerkschaften Spaniens, am Dienstag, dass trotz der jüngsten positiven Zahlen mehr Anstrengungen zum Schutz der Arbeitnehmer:innen unternommen werden müssten.
Die UGT forderte wirksamere Maßnahmen zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit und bekräftigte ihre Strategie der sozialen Mobilisierung, um faire Lohnerhöhungen und Lohnrevisionen in den Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer:innen und Arbeitgeberverbänden zu fordern.
Unai Sordo, Generalsekretär der CC.OO, erklärte am Dienstag gegenüber dem spanischen Radiosender RNE, dass die Beschäftigungszahlen für 2022 „die beste wirtschaftliche Variable des Jahres“ seien und hob den „qualitativen Sprung“ bei den unbefristeten Verträgen hervor.
Trotz der guten neuen Zahlen könne man jedoch nicht zufrieden sein, wenn es immer noch 2,8 Millionen Menschen in Spanien gebe, „die arbeiten wollen und nicht können“, warnte er.