Bericht der Weltbank: CO2-Emissionen gestiegen [DE]

Laut eines Berichts der Weltbank, der am 9. Mai 2007 vorgelegt wurde, sind die globalen Emissionen seit 1990 um mehr als 16% gestiegen. Auch der WWF hat seine jährliche Rangliste der Kraftwerke veröffentlicht, die am stärksten die Umwelt in Europa verschmutzen. Demnach sind Kohlekraftwerke in Deutschland, Großbritannien und Polen für einen großen Teil der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

Laut eines Berichts der Weltbank, der am 9. Mai 2007 vorgelegt wurde, sind die globalen Emissionen seit 1990 um mehr als 16% gestiegen. Auch der WWF hat seine jährliche Rangliste der Kraftwerke veröffentlicht, die am stärksten die Umwelt in Europa verschmutzen. Demnach sind Kohlekraftwerke in Deutschland, Großbritannien und Polen für einen großen Teil der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich.

Laut der neu veröffentlichten Zahlen, die am 9. Mai 2007 von der Weltbank vorgelegt wurden, steigen Treibhausgasemissionen weiterhin an. Weltweit betrachtet sind die CO2-Emissionen zwischen 2003 und 1990 um 16% gestiegen, stellt die Weltbank in der Ausgabe des ‚Little Green Data Book’ von 2007 fest. Die anderen wichtigen Ergebnisse der diesjährigen Ausgaben sind:

  • Eine gleichmäßige Verteilung der Emissionen auf Industrie- und Entwicklungsländer; 1960 haben die Emissionen in den Ländern mit geringem bzw. mittlerem Einkommen ein Drittel der Emissionen produziert;
  • Obwohl die Emissionen in den armen Ländern stark ansteigen, sind auch in einigen Industrieländern schlechte Entwicklungen zu verzeichnen: In den USA und in Japan wurde ein Emissionsanstieg von 20% (USA) bzw. 15% (Japan) zwischen den Jahren 1990 und 2003 festgestellt; der Wert der EU stieg um 3%.
  • Insgesamt erfüllen die Industrieländer ihre im Kyoto-Protokoll eingegangenen Verpflichtungen nicht;
  • Die Emissionen pro Person sind in China und Indien um einiges geringer als in den USA oder in Japan. Ein chinesischer Bürger verursacht im Durchschnitt 16%, ein indischer Bürger im Durchschnitt 6% der Emissionen eines US-Bürgers, und;
  • In Entwicklungsländern werden die Emissionen hauptsächlich von der Landwirtschaft und durch Landnutzungsänderungen verursacht; Abforstung zu vermeiden ist daher eines der Schlüsselelemente einer guten Klimapolitik.

Zwischenzeitlich hat die Untersuchung von WWF „Dirty Thirty“ (die 30 schmutzigsten Stromkraftwerke Europas) ergeben, dass Kohlekraftwerke in Deutschland, Großbritannien (jeweils 10 Kraftwerke) und Polen (4 Kraftwerke) zu den am stärksten verschmutzenden Kraftwerken Europas zählen.

Das Ranking der WWF ergibt sich aus den absoluten CO2-Emissionen, wie sie in dem europäischen Emissionsregister aufgeführt werden, das Teil des Emissionshandelssystems der Europäischen Kommission ist. Das Ranking zeigt, dass mehr als die Hälfte der 30 analysierten Kraftwerke von RWE (Deutschland), Vattenfall (Schweden), EDF (Frankreich) und EON (Deutschland) betrieben werden. RWE und Vattenfall befinden sich weiterhin unter Europas ‚größten Unternehmensumweltverschmutzern’, wie dies von der WWF bezeichnet wird.

Trotz Bemühungen, die Emissionen von schädigenden Luftverschmutzern (Quecksilber, Stickstoffoxide und Schwefeldioxide) zu reduzieren, sind Kohlekraftwerke hinsichtlich CO2-Emissionen noch immer die am stärksten verschmutzenden Kraftwerke, da sie mehr als doppelt so viele Emissionen als Gaskraftwerke produzieren. Atomkraftwerke sind hinsichtlich der CO2-Emissionen die ‚saubersten’; ein Faktum, das nicht in der WWF-Studie erwähnt wird.