Bericht: London stellte Brexit-Planung über Umgang mit Pandemie
Die britische Regierung gab während der COVID-19-Pandemie offenbar der Vorbereitung eines "harten Brexit" Priorität über den Umgang mit dem Virus. Das geht aus ersten Ergebnissen einer Untersuchung zur Reaktion des Landes auf die Pandemie hervor.
Die britische Regierung gab während der COVID-19-Pandemie offenbar der Vorbereitung eines „harten Brexit“ Priorität über den Umgang mit dem Virus. Das geht aus ersten Ergebnissen einer Untersuchung zur Reaktion des Landes auf die Pandemie hervor.
Das Vereinigte Königreich beendete seine 47-jährige Mitgliedschaft in der Europäischen Union formell am 31. Januar 2020, also wenige Wochen vor Ausbruch der Pandemie.
„Dieser Austritt erforderte ein enormes Maß an Planung und Vorbereitung, insbesondere im Hinblick auf die zu erwartenden schwerwiegenden Folgen eines ‚No-Deal‘-Austritts für die Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten, den Reise- und Transportverkehr, die Wirtschaft, die Grenzen und so weiter“, sagte Hugo Keith KC, einer der Verantwortlichen für die Untersuchung, während der Präsentation der ersten Ergebnisse.
So habe die Brexit-Planung einige der Verbesserungen, die nach dem Verständnis der Regierung in Bezug auf die Resilienzplanung und -vorbereitung vorgenommen werden mussten, „verdrängt“ und „verhindert“, fügte er hinzu.
Zwar habe man ein Gremium für die Vorbereitung auf eine Grippepandemie eingerichtet und damit die bestehende Strategie aus dem Jahr 2011 aktualisiert. Die Arbeit des Gremiums sei jedoch „durch die Vorbereitung auf den Brexit in den Hintergrund gedrängt“ worden, erklärte Keith.