Bulgarien wird wohl doch Waffen an die Ukraine liefern

Bulgarien wird wahrscheinlich damit beginnen, der Ukraine militärische Hilfe zukommen zu lassen. Diese Woche wird das Parlament über die geplante Unterstützung entscheiden, wie Atanas Atanaso, Ko-Vorsitzender der Demokratischen Partei Bulgariens, die der Regierungskoalition angehört, angekündigte.

EURACTIV.bg
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Bulgarien wird von einer Vier-Parteien-Koalition regiert, zu der auch die prorussische Sozialistische Partei (BSP) gehört, die Waffenlieferungen an die Ukraine ablehnt. Atanasov gibt ich jedoch optimistisch, dass das Parlament mit der Unterstützung der Opposition aus GERB und MRF eine Entscheidung treffen kann. [Shutterstock/Mehaniq]

Bulgarien wird wahrscheinlich damit beginnen, der Ukraine militärische Hilfe zukommen zu lassen. Diese Woche wird das Parlament über die geplante Unterstützung entscheiden, so Atanas Atanaso, Ko-Vorsitzender der Demokratischen Partei Bulgariens, die der Regierungskoalition angehört

Bulgarien wird von einer Vier-Parteien-Koalition regiert, zu der auch die pro-russische Sozialistische Partei (BSP) gehört. Diese spricht sich gegen die Lieferung von Waffen an die Ukraine aus. Atanasov gibt sich jedoch zuversichtlich, im Parlament mit der Unterstützung der Oppositionsparteien eine Mehrheit zu erhalten.

„Das Thema wird derzeit im Parlament diskutiert. Eine Abstimmung wird diese Woche stattfinden“, sagte Atanasov in einem Interview mit bTV.

Der Abgeordnete sagte, das Parlament müsse Bulgarien zeigen, dass es Teil der westlichen Welt sei und die Demokratie unterstütze. Zuvor war dies von sechs ehemaligen bulgarischen Verteidigungsministern gefordert worden,

Bulgarien wird wohl keine russischen MiG-29-Kampfflugzeuge und S-300-Raketen in die Ukraine schicken, da dies seine eigenen Verteidigungskapazitäten erheblich einschränken würde.

Stattdessen werde Sofia wohl hauptsächlich Munition und kleinere Waffen exportieren. Sollte das Parlament beschließen, Militärhilfe zu leisten, kommt das Geld aus dem Haushalt, der EU und der NATO-Förderung.

„Ich bin mir bewusst, dass die BSP diese Entscheidung nicht unterstützen wird, aber GERB und MRF [die Oppositionsparteien] haben sich zu Unterstützung für die Ukraine bereiterklärt. Wir sollten uns in dieser Frage nicht in Fraktionen aufteilen,“ sagte Atanasov.

„Ich bin mir sicher, dass Bulgarien in der nächsten Woche eine Entscheidung über die Bereitstellung militärisch-technischer Hilfe für die Ukraine treffen wird“.

Die bulgarische Gesellschaft reagiert sensibel auf die Frage der Militärhilfe für die Ukraine. Fast 70 Prozent der Befragten wollen, dass Sofia in dem Konflikt neutral bleibt.

Die pro-russische nationalistische Vazrazhdane-Partei ist in den sozialen Medien stark präsent und behauptet, Bulgarien werde direkt in den militärischen Konflikt verwickelt, wenn es Kiew militärische Hilfe schickt.