China zu EU: Yuan soll stabil bleiben [DE]
Der chinesische Premierminister Wen Jiabao schloss letzte Woche eine Aufwertung des Renminbi aus. Damit vertrat er bei einem Treffen zwischen EU und China, welches vor einem entscheidenden G20-Gipfel in London in diesem April stattfand, wiederholt die Meinung, dass die nationale Währung auf einer vernünftigen und ausgeglichenen Ebene stabil gehalten werden soll.
Der chinesische Premierminister Wen Jiabao schloss letzte Woche eine Aufwertung des Renminbi aus. Damit vertrat er bei einem Treffen zwischen EU und China, welches vor einem entscheidenden G20-Gipfel in London in diesem April stattfand, wiederholt die Meinung, dass die nationale Währung auf einer vernünftigen und ausgeglichenen Ebene stabil gehalten werden soll.
Vor den Kritikern der Politik seines Landes, die Währung auf einem künstlich niedrigen Wert zu halten, betonte Wen, dass der Wert des Renminbi (auch als Yuan bekannt) seit 2005 um 20% aufgewertet wurde. Er betonte wiederholt das Ziel Chinas die „Stabilität der Währung auf einer vernünftigen und ausgeglichenen Ebene“ zu halten.
Der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso sagte, die EU und China teilten gleiche Interessen an „neuen Überwachungs- und Regulierungsmechanismen auf globaler Ebene“. Hierbei betonte er die Wichtigkeit eines bevorstehenden Treffens in London im April 2009, durch welches an das G20-Gipfeltreffen im November in Washington, DC angeknüpft werden soll.
Trotz ihrer geteilten Meinung und ihrer Zurückhaltung, ausdrücklich Änderungen durchzusetzen, haben europäische Diplomaten in der Vergangenheit Bedenken über den künstlich niedrigen Wert des Renminbi ausgedrückt. In einem internen Dokument das vor dem G20 Treffen im November im Umlauf war, verlangte Frankreich, das zu dem Zeitpunkt dem EU-Rat vorsaß, nach einer „umfassenderen Reflektion der Unzulänglichkeiten des derzeitigen internationalen Währungssystems“. Dieses wurde dafür verantwortlich gemacht die nutzlose Anhäufung von Reserven und die Zweckentfremdung von Geldern für sinnvolle Investitionen in Industrieländern sowie in Entwicklungsländern zu fördern. Allerdings erhielt das Dokument nicht die einstimmige Unterstützung der 27 EU Mitgliedstaaten (EURACTIV vom 3. November 2008).
Bisher waren die Vereinigten Staaten der Hauptunterstützer von Chinas Geldpolitik. Tatsächlich hat Peking seinen enormen kommerziellen Überschuss zu einem großen Teil in US Wertpapiere reinvestiert, welche dabei halfen, die finanzielle Spekulationsblase aufzublähen, bis sie vor einem Jahr ‚platzte’. Jedoch werden die Bedingungen dieser Allianz durch die Krise und die neue Obama-Regierung verändert.
Sicherlich hat die gegenwärtige Krise die Dringlichkeit der Intervention in Bezug auf den Renminbi reduziert. Dieser gewinnt, gegenüber dem Euro, seit August, als die finanziellen Turbulenzen begannen, Europa härter zu treffen, an Wert verliert. Im Januar 2009 verlor der Euro nahezu 18% seines Wertes gegenüber dem Renminbi.
Olivier Blanchard, Chefökonom beim internationalen Währungsfonds (IWF), spielte letzten Mittwoch (28. Januar 2009) die Bedeutung des chinesischen Wechselkurses „angesichts dessen, dass es kein zentrales Element der Weltkrise ist“ herunter.