Debatte um Finanzdienstleistungen: Verbraucher im Blickpunkt [DE]
Die Kommission beabsichtigt, Retail-Banking und Versicherungsleistungen für Verbraucher günstiger zu gestalten. Aus diesem Grund hat sie eine weit angelegte öffentliche Anhörung über Privatkundendienstleistungen eingeleitet.
Die Kommission beabsichtigt, Retail-Banking und Versicherungsleistungen für Verbraucher günstiger zu gestalten. Aus diesem Grund hat sie eine weit angelegte öffentliche Anhörung über Privatkundendienstleistungen eingeleitet.
Die Kommission hat am 30. April 2007 ein Grünbuch angenommen, das die übergeordneten Ziele der EU-Politik im Bereich Privatkundendienstleistungen darlegt. Dieses soll das „Verständnis [der Kommission] der Probleme verbessern
und vertiefen, denen Verbraucher und Branche auf dem Gebiet der Finanzdienstleistungen für Privatkunden gegenüberstehen“.
Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy sagte: „Wir wollen einen echten Binnenmarkt für Privatkundendienstleistungen erreichen und den europäischen Verbrauchern auf diese Weise eine Reihe greifbarer Vorteile verschaffen.”
Die öffentliche Anhörung, die das Grünbuch einleitet, soll auf Produkte wie Bankkonten, Darlehen, Hypotheken, Anlagen und Versicherungen für Verbraucher ausgerichtet sein.
Dies könnte es für Verbraucher einfacher gestalten, die Bank zu wechseln und vor Kreditaufnahmen, europaweit die Angebote zu prüfen.
Das Grünbuch kommt zu dem Ergebnis, dass obwohl in den vergangenen Jahren große Fortschritte erzielt wurden, die Märkte nicht vollkommen integriert sind und der Wettbewerb in einigen Bereichen unzureichend ist, so dass die Verbraucher nicht von den Vorteilen niedriger Preise profitieren.
Die Kommission nennt drei Hauptprioritäten:
- Die Öffnung der Märkte und Stärkung des Wettbewerbs, um den Bedarf der Verbraucher zu decken und ein breites Angebot an Qualitätsprodukten zu gewährleisten;
- Verbraucherschutz und die Sicherstellung, dass die Dienstleister finanziell solide und vertrauenswürdig sind, um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken;
- Stärkung der Verbraucher durch verbesserte Kenntnisse im Finanzdienstleistungsbereich und erhöhte Transparenz.
Kommissionssprecher Oliver Drewes sagte, die Kommission werde nur dann Gesetzesvorschläge vorlegen, wenn die Ergebnisse zeigen würden, dass Maßnahmen erforderlich seien. Das Grünbuch scheint jedoch darauf hinzudeuten, dass die Kommission gedenkt, die Rechte der Verbraucher im Finanzdienstleistungsbereich europaweit zu vertreten.