Deutsches Gutachten zeichnet alarmierendes Bild der Klimaentwicklung [DE]

Ein wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung hat am 31. Mai ein Sondergutachten über die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung auf die Weltmeere veröffentlicht, in dem er vor dramatischen Folgen warnt.

Ein wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung hat am 31. Mai ein Sondergutachten über die Auswirkungen der globalen Klimaerwärmung auf die Weltmeere veröffentlicht, in dem er vor dramatischen Folgen warnt.

Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) hat am 31. Mai 2006 sein Sondergutachten „Die Zukunft der Meere: zu warm, zu hoch, zu sauer“ an die Parlamentarischen Staatssekretäre Michael Müller (BMU) und Thomas Rachel (BMBF) übergeben. 

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Folgen des Klimawandels für die Weltmeere und die Menschheit dramatisch sind. „Die Oberflächenschichten erwärmen sich, der Meeresspiegel steigt immer rascher an, die Meere versauern zunehmend und die Meeresökosysteme sind bedroht“, heißt es in dem Gutachten. Der Treibhausgasausstoß müsse bis 2050 halbiert werden (gegenüber dem Basisjahr 1990).  

Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, Mitverfasser des Gutachtens, hält es für möglich, dass der Meeresspiegel bis 2100 um einen Meter ansteigt. Dadurch wäre die Existenz von Städten wie Venedig, St. Petersburg und New York direkt bedroht. Die Menschen, die in Küstengebieten leben, seien zunehmend Überflutungs- und Wirbelsturmrisiken ausgesetzt.