Die teuersten Städte der Welt: Oslo, Zürich und Genf

Mit und ohne Einbeziehung der Mieten: Oslo, Zürich und Genf sind die teuersten Städte der Welt. In Deutschland hat Berlin das günstigste Verhältnis von Lohn- und Preisniveau.

Zürich ist einer UBS-Studie zufolge zwar am teuersten, die Menschen verdienen jedoch auch am meisten und genießen daher den höchsten Lebensstandard. Foto: Antje Warmbrunn  / pixelio.de
Zürich ist einer UBS-Studie zufolge zwar am teuersten, die Menschen verdienen jedoch auch am meisten und genießen daher den höchsten Lebensstandard. Foto: Antje Warmbrunn / pixelio.de

Mit und ohne Einbeziehung der Mieten: Oslo, Zürich und Genf sind die teuersten Städte der Welt. In Deutschland hat Berlin das günstigste Verhältnis von Lohn- und Preisniveau.

Der jüngsten Ausgabe der Studie "Preise und Löhne – Kaufkraft rund um die Welt" zufolge sind die teuersten Städte der Welt Oslo, Zürich und Genf. Die Übersicht wird alle drei Jahre von der Schweizer UBS Bank erstellt und dazwischen aktualisiert. Auf den Plätzen vier bis sechs folgen Kopenhagen, Stockholm und Tokio. Die teuersten deutschen Städte sind München (Platz 16), Frankfurt (18) und Berlin (33).

Die UBS vergleicht 73 Städte weltweit miteinander. Dafür untersuchen die Autoren die Lohnniveaus und die Kaufkraft in den einzelnen Städten.

Weltweit besonders billig sind die Preise für einen ausgewählten Korb mit 122 Waren und Dienstleistungen in Mumbai, Manila und Delhi. Die untersuchten amerikanischen Städte weisen ein geringeres Preisniveau als in früheren Jahren auf. Die UBS-Ökonomen schreiben dies größtenteils der Abwertung des US-Dollars gegenüber den anderen Weltwährungen zu.

Löhne: Schweizer Metropolen lösen Kopenhagen ab

In der Schweiz werden weiterhin die höchsten Löhne gezahlt. Zürich und Genf stehen bei den Bruttolöhnen an der Spitze der Rangliste. Kopenhagen za?hlt noch zu den drei Bestplatzierten, war jedoch 2009 noch Spitzenreiter. Ursache fu?r diesen Unterschied ist der Studie zufolge nicht allein die Inflation. In den zwei Jahren seit der letzten Erhebung ist das Schweizer Bruttoinlandsprodukt gewachsen, wa?hrend Da?nemarks Bruttoinlandsprodukt inflationsbereinigt weitgehend stagnierte.

Die Ablo?sung Kopenhagens durch die Schweizer Metropolen wurde in erster Linie durch den stetigen Anstieg des Schweizer Frankens gegenu?ber der europa?ischen Gemeinschaftswa?hrung verursacht. München liegt auf Platz neun, Frankfurt auf Platz elf und Berlin auf Platz 18.

Wer kann sich am meisten leisten?

Die sogenannten "Binnenkaufkraft" soll Hinweise auf die Lebensqualität in einer Stadt geben. Die Nettostundenlöhne werden hierbei durch die Kosten eines "typischen Warenkorbes" geteilt.

Angestellte in Zürich, Sydney und Luxemburg profitieren hier von der höchsten Kaufkraft. Wer in Zu?rich arbeitet, kann sich demnach mehr inla?ndische Gu?ter und Dienstleistungen leisten als die Menschen in den anderen untersuchten Sta?dten. Aufgrund des niedrigeren Preisniveaus liegt Berlin (Platz 12) hier nun vor München (19) und Frankfurt (20).

Alle drei Jahre veröffentlicht UBS Wealth Management Research eine ausführliche Studie über Preise und Löhne, die in den dazwischen liegenden Jahren aktualisiert wird. Die letzte Erhebung über Preise und Löhne von 2009 berücksichtigte 73 Städte weltweit. Zuletzt hat die UBS Bank die 2009 durchgeführte Erhebung im August 2011 aktualisiert und an die aktuellen Wa?hrungsrelationen angepasst.

dto

Links

Dokumente

UBS: Preise und Löhne – Kaufkraft rund um die Welt

UBS: Oslo, Zürich und Genf sind die teuersten Städte der Welt (16. August 2011)

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