Direktor der dänischen Industrie: "Veränderungen in Herausforderungen umwandeln" [DE]

In einem exklusiven EURACTIV-Interview spricht Hans Skov Christensen, Generaldirektor des Verbands der dänischen Industrie, über die Vorteile des Modells "Flexicurity" aus Sicht der Arbeitgeber.

In einem exklusiven EURACTIV-Interview spricht Hans Skov Christensen, Generaldirektor des Verbands der dänischen Industrie, über die Vorteile des Modells „Flexicurity“ aus Sicht der Arbeitgeber.

Das Erfolgsrezept der dänischen Wirtschaft bestehe laut Skov Christensen, darin, „von den Veränderungen in der Welt zu profitieren, sie zu nutzen und in Herausforderungen umzuwandeln“. Obgleich er einräumt „[…] es gibt nicht ein einziges europäisches Sozialmodell, sondern vielmehr eine Reihe unterschiedlicher Modelle“, ist er überzeugt, dass Lehren aus dem dänischen Modell gezogen werden könnten. 

„Wir brauchen keine direkten Anleitungen zu allem, denn wir wissen, dass das unser Arbeitsplatz ist, dass wir ein Teil des Unternehmens sind, dass das Unternehmen ohne uns nichts ist. Das ist die Erfolgsmentalität“.

Das dänische Modell beruht auf das Prinzip „Flexicurity“, welches die Anstellung neuer Mitarbeiter sowie die Aufkündigung von Arbeitsverhältnissen durch den Arbeitgeber leicht macht, Erwerblosen hohe Arbeitslosenunterstützungen garantiert und für eine proaktive Arbeitsmarktpolitik steht. 

Skov Christensen steht den Sozialsystemen einiger EU-Mitgliedstaaten, und insbesondere dem hohen Kündigungsschutz, den es in einigen Ländern gibt, kritisch gegenüber: „Bislang ist es noch so, dass die Anstellung in einem Privatunternehmen in einigen europäischen Ländern der Anstellung im öffentlichen Sektor gleichkommt – man arbeitet zwanzig oder dreißig Jahre lang für den gleichen Arbeitgeber, führt mehr oder weniger die gleiche Arbeit aus und hat einen gesicherten Arbeitsplatz, was bedeutet, dass es schwer ist, einen loszuwerden. Das ist eine falsche Sicherheit“.

Das vollständige Interview können Sie hier lesen.