EBRD sieht Makel im osteuropäischen Modell [DE]

Die Makel im Wachstumsmodell Osteuropas seien von der Finanzkrise aufgedeckt worden und produktabhängige Länder wie Russland müssten ihre Industriebasis ausweiten, um krisenresistenter zu werden, sagte die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in einem jährlichen Bericht am Montag (2. November).

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Die Makel im Wachstumsmodell Osteuropas seien von der Finanzkrise aufgedeckt worden und produktabhängige Länder wie Russland müssten ihre Industriebasis ausweiten, um krisenresistenter zu werden, sagte die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) in einem jährlichen Bericht am Montag (2. November).

Auch die Entwicklungsbank, eine der größten Investoren bei der Umwandlung der Regionen nach dem Zusammenbruch des Kommunismus vor zwei Jahrzehnten, warnte, dass Risiken durch die Finanzmarktintegration besser gehandhabt werden müssten. 

Sie sagte, dass die Länder sich zu stark auf ausländische Banken und Geldflüsse in den Boom-Jahren verlassen hätten. Dies habe zu ihrer hohen Verwundbarkeit während der globalen Krise geführt. 

„Die EBRD-Ökonomen räumen ein, dass die Integration der Finanzmärkte Nachteile gebracht hat, indem sie Kreditbooms, Haushaltsüberschreitungen und eine Tendenz zur Aufnahme von Fremdwährungskrediten unterstützt hat“, so die Ökonomen in ihrem Jahresbericht.

Aber während sich dieses in der Krise verschlimmert habe, bleibe Finanzmarktintegration mit dem Westen eine Wachstumsquelle und sollte nicht rückgängig gemacht werden.

„Dies bedeutet die Beschäftigung mit der Befangenheit bei Fremdwährungs-Leihen durch makroökonomische Politik, Regulierungen und die Schaffung von Rahmenrichtlinien und Infrastruktur zur Unterstützung von Finanzen in Landeswährung“, so die EBRD. 

Die EBRD wurde von einigen ihrer etwa 60 Staaten-Teilhaber kritisiert, weil sie Osteuropa sowie Zentralasien nicht über die Gefahren übermäßiger Kreditaufnahme im Ausland warnen konnte, bevor die Kreditkrise sich im letzten Jahr verschlimmerte. Osteuropa wurde weltweit mit drastischen Wachstums- und Budgetkürzungen am härtesten getroffen. Mehrere Länder waren gezwungen sich für  Notfall-Fonds an den IWF, die Weltbank und die Europäische Union zu wenden.

 

(EURACTIV mit Reuters.)