Eis am Nordpol schmilzt doppelt so schnell wie angenommen

In einer neuen von acht Ländern in Auftrag gegebenen Studie weisen Wissenschaftler auf eine Beschleunigung der Erwärmung der Arktis hin, die schwerwiegende Folgen für die globale Klimaentwicklung und den Menschen haben wird.

In einer neuen von
acht Ländern in Auftrag gegebenen Studie weisen
Wissenschaftler auf eine Beschleunigung der Erwärmung
der Arktis hin, die schwerwiegende Folgen für die
globale Klimaentwicklung und den Menschen haben
wird.

  • In der Arktis findet derzeit „eine der
    raschesten und folgenschwersten Klimaänderungen
    der Welt“ statt. Die Erwärmungsrate sei
    doppelt so hoch wie andernorts. Es wird davon
    ausgegangen, dass das Meereseis, das normalerweise im
    Sommer nicht schmilzt, bis zum Ende des Jahrhunderts um
    mindestens 50 Prozent zurückgehen wird.
    Verantwortlich hierfür sind umweltschädliche
    Aktivitäten des Menschen, insbesondere die
    Verbrennung fossiler Brennstoffe. Im Laufe der
    nächsten 100 Jahre wird voraussichtliche eine
    weitere Erwärmung von zwischen 4 und 7 ° C
    stattfinden.
  • Zu den Auswirkungen auf das globale Klima
    gehören ein Anstieg des Meeresspiegels,
    mögliche Änderungen der Meeresströme
    (einschließlich des Golfstroms), die in Regionen
    wie Europa für ein temperiertes Klima sorgen
  • Durch das Schmelzen des Meereseises werden
    Wälder und die Tundra sich in Richtung Norden
    ausdehnen, was die Möglichkeit der industriellen
    Nutzung natürlicher Ressourcen verbessern
    dürfte. Im Bericht heißt es, dass die Wirkung
    des entsprechenden Anstiegs der Aufnahme von
    Kohlendioxid durch Pflanzen indes dadurch aufgehoben
    wird, dass weniger Sonnenlicht durch Eis und Schnee
    reflektiert wird, was zu einer weiteren Erwärmung
    führen wird.
  • Die Artenvielfalt in der Tierwelt und die
    Verteilung der verschiedenen auf der Erde werden sich
    verändern und möglicherweise werden weitere
    Arten aussterben.
  • Weniger Meereseis wird neue schiffbare Meereswege
    eröffnen und somit auch die Ölförderung
    auf See erleichtern.