Energiefirmen fordern Ende der Subventionen für schmutzige Kraftwerke
13 Energiefirmen haben eine gemeinsame Initiative gegen staatliche Subventionen für besonders umweltschädliche Kraftwerke in der EU gestartet.
Zahlreiche Energiefirmen, darunter Siemens, Shell und Total, haben eine gemeinsame Initiative gegen staatliche Subventionen für besonders umweltschädliche Kraftwerke in der EU gestartet.
Die Initiative Make Power Clean wurde letzte Woche gegründet. Sie unterstützt den Plan der Europäischen Kommission, Kriterien zu erstellen, nach denen Firmen ihre CO2-Emissionen einschränken müssen, um weiterhin Subventionen zu erhalten.
In einem gemeinsamen Brief an EU-Parlamentarier und die Kommission forderten die Unterzeichner: „Unsere Stromrechnungen sollten nicht zum weiteren Betrieb der umweltschädlichsten Kraftwerke beitragen – vor allem nicht, wenn sauberere Alternativen vorhanden sind.“ Eine andere Herangehensweise „würde eindeutig nicht den EU-Klima- und Energiezielen entsprechen und wäre nicht im Interesse der europäischen Verbraucher.“
Die Initiatoren fordern für staatlich oder mit EU Geldern geförderte Kraftwerke einen Höchstwert von 550g CO2-Ausstoß pro kWh. Darüber hinaus soll es transparente Kriterien entsprechend der Investitionsrichtlinien der Europäischen Investmentbank geben.
Die Gruppe unterstrich, dass Kraftwerke, die dann keine oder weniger Subventionen erhalten, dennoch weiterhin am europäischen Emmissionshandelssystem (ETS) teilnehmen könnten. Allerdings müsse auch das ETS „dringend“ reformiert werden, um den Übergang zur kohlenstoffarmen Stromerzeugung stärker zu unterstützen.
Alles reden über’s Geld
Die europäische Initiative folgt eine Woche, nachdem eine Gruppe Industrieunternehmen, darunter die Ölgiganten ExxonMobil, Shell, BP und Total, Pläne in den USA, Emissionen künftig mit 40 Dollar pro Tonne zu besteuern, ausdrücklich unterstützten. Auch Unilever, PepsiCo, General Motors und Johnson & Johnson stehen hinter dem Vorschlag des sogenannten Climate Leadership Council unter Führung der Republikaner.
Derweil haben sich auf internationaler Ebene Finanz-Schwergewichte wie die Bank of America, Barclays und Hermes Investment Management zusammengetan, um das weltweit erste auf Investitionsbewertungen basierende Preisfestsetzungssystem für Kohlenstoff aufzubauen. Ökonomen hatten gewarnt, dass Emissionen mit bis zu 100 Dollar pro metrischer Tonne besteuert werden müssten, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels abzuwenden.