EU-Erweiterung: Serbien weist Anforderungen entschieden zurück

Serbien werde weder den Kosovo anerkennen noch seine ethnischen Verwandten in Bosnien und Herzegowina im Stich lassen und auch keine Sanktionen gegen Russland verhängen, sagte Innenminister Aleksandar Vulin am Mittwoch (13. Oktober) und reagierte damit auf den jüngsten EU-Erweiterungsbericht.

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Ministerial meeting on migrant management between Serbia, Hungary and Austria
In einer Rede vor Reporter:innen in Belgrad merkte Vulin nicht ohne Ironie an, dass der umfassende Länderbericht in wenigen Sätzen hätte zusammengefasst werden können, nämlich dass Serbien ausdrücklich aufgefordert wird, diese drei Forderungen zu erfüllen. [EPA-EFE/ANDREJ CUKIC]

Serbien werde weder den Kosovo anerkennen noch die Serben in Bosnien und Herzegowina im Stich lassen und auch keine Sanktionen gegen Russland verhängen, so Innenminister Aleksandar Vulin.

In dem EU-Erweiterungsbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, heißt es, Serbien müsse sich der Außenpolitik des Blocks anschließen und sein Engagement für Reformen verstärken.

In einer Rede vor Reporter:innen in Belgrad merkte Vulin nicht ohne Ironie an, dass der umfassende Länderbericht in wenigen Sätzen hätte zusammengefasst werden können, nämlich dass Serbien ausdrücklich aufgefordert wird, diese drei Forderungen zu erfüllen.

„Aber wir werden den sogenannten Kosovo nicht anerkennen, wir werden die Republika Srpska (die serbische Entität in Bosnien und Herzegowina) nicht aufgeben, und wir werden keine Sanktionen gegen Russland verhängen“, sagte er laut der Zeitung Danas.

„Das werden wir nicht, solange wir von dem letzten freien Staatschef in Europa, dem Präsidenten aller Serben, Aleksandar Vučić, geführt werden“, fügte er hinzu.

Vučić selbst äußerte sich in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem EU-Botschafter Emmanuel Joffre zurückhaltender. Er sagte, der Druck der EU auf Serbien werde „weiter schwanken, mal sind es Sanktionen gegen Russland, mal der Kosovo.“

„Aber unsere Aufgabe ist es, stark zu sein und uns für Reformen einzusetzen. Wir werden weiter an unserem europäischen Weg arbeiten, vielleicht können wir etwas ändern, vielleicht auch nicht“, sagte der serbische Präsident weiter.