EU-Gesetz zu digitalen Diensten: TikTok kündigt neue Maßnahmen an

Die chinesische Social-Media-Plattform TikTok hat eine Reihe neuer Funktionen für europäische Nutzer angekündigt, um sich an das EU-Gesetz über digitale Dienste (DSA) anzupassen.

EURACTIV mit Reuters
Stone,/,United,Kingdom,-,July,12,2020:,Tiktok,App
Im Rahmen des EU-Gesetzes über digitale Dienste (DSA) müssen TikToks Eigentümer ByteDance, die Alphabet-Tochter Google und andere große Online-Plattformen illegale Inhalte auf ihren Plattformen kontrollieren, bestimmte Werbepraktiken verbieten und Daten mit den Behörden teilen. [Ascannio/Shutterstock]

Die chinesische Social-Media-Plattform TikTok hat eine Reihe neuer Funktionen für europäische Nutzer angekündigt, um sich an das EU-Gesetz über digitale Dienste (DSA) anzupassen.

Im Rahmen des EU-Gesetzes über digitale Dienste (DSA) müssen TikToks Eigentümer ByteDance, die Alphabet-Tochter Google sowie andere große Online-Plattformen illegale Inhalte auf ihren Plattformen kontrollieren, bestimmte Werbepraktiken verbieten und Daten mit den Behörden teilen.

Nachdem TikTok im vergangenen Monat einem freiwilligen „Stresstest“ zugestimmt hatte, erklärte EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton, es sei noch „mehr Arbeit“ nötig, damit das Unternehmen den Anforderungen in vollem Umfang gerecht werden könne.

„TikTok wendet erhebliche Ressourcen für die Einhaltung der Vorschriften auf“, sagte Breton gegenüber CNN. „Jetzt ist es an der Zeit, das Tempo zu erhöhen, um vollständig konform zu sein.“

Am Freitag (4. August) stellte das Unternehmen nun neue Maßnahmen vor, die es ergriffen hat, um die Anforderungen des DSA zu erfüllen.

Dazu gehören die vereinfachte Möglichkeit zur Meldung illegaler Inhalte für europäische Nutzer, die Möglichkeit, personalisierte Empfehlungen für Videos zu deaktivieren und die Entfernung gezielter Werbung für Nutzer zwischen 13 und 17 Jahren.

„Wir werden auch weiterhin nicht nur unseren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen, sondern uns auch bemühen, durch innovative Lösungen neue Standards zu setzen“, so das Unternehmen.

Im April hatte auch die britische Datenschutzbehörde ICO TikTok wegen mehrfacher Verstöße gegen das Datenschutzrecht, einschließlich der unrechtmäßigen Nutzung persönlicher Daten von Kindern, mit einer Geldstrafe von 12,7 Millionen Pfund belegt.