EU gibt erste Bewertung des Business Act ab

Zwei Jahre nach dem Beginn des Plans, der Unternehmertum fördern soll, hat die Europäische Kommission „Unzulänglichkeiten“ in der europaweiten Implementierung betont. Das EURACTIV Netzwerk analysiert die Situation in europäischen Schlüsselländern.

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Zwei Jahre nach dem Beginn des Plans, der Unternehmertum fördern soll, hat die Europäische Kommission „Unzulänglichkeiten“ in der europaweiten Implementierung betont. Das EURACTIV Netzwerk analysiert die Situation in europäischen Schlüsselländern.

Die EU-Exekutive sagte, dass sie bereits alle im SBA angekündigten Initiativen und gesetzgeberischen Maßnahmen begonnen hätte. Dennoch beschweren sich Unternehmergruppen,  dass die Implementierung durch die nationalen Regierungen ungleichmäßig sei.

UEAPME, eine Unternehmensorganisation die KMU repräsentiert, veröffentlichte heute (31. Mai) ihren „Denke klein Test“ und „SBA Punktetafel“ und sagte, dass die EU-Institutionen durch die „Bessere Regulierungs“-Strategie einige Fortschritte gemacht hätten.

Dennoch würden die EU-Gesetzgeber aufgrund der Wirtschaftskrise den Großteil ihrer Aufmerksamkeit auf Kosten von kleineren Firmen Banken und großen Unternehmen widmen.

Auf nationaler Ebene ist das Bild gemischt. Großbritannien erzielt besondere Kritik, während Belgien, Österreich, Italien, Frankreich und Schweden ebenfalls relativ schlecht abschneiden. Zypern, Irland und Slowenien werden die größten Fortschritte zugesprochen in der Anerkennung vom Einfluss von neuen Gesetzen auf KMU.

Bei der Abschlussveranstaltung der KMU-Woche heute in Madrid sagte UEAPME Generalsekretär Andrea Benassi, dass die vom SBA geweckten Hoffnungen nur teilweise erreicht wurden. Mitgliedsstaaten hätten „es bisher größtenteils verfehlt, Erfolge zu verzeichnen“, wodurch ihr Engagement eher als „lauwarm“ aufgefasst werde.

„Neuer Antrieb“ benötigt

Die Kommission, die eine Beratung abhält, die darauf abzielt, dem Act neuen Antrieb einzuhauchen, sagt, dass sie Ideen sucht, wie Internationalisierung und Unternehmertum unter Frauen gefördert werden könne.

In einem Dokument, das im Rahmen des Konsultationsprozesses zirkuliert wurde, akzeptiert die EU-Exekutive, dass es „Unzulänglichkeiten“ darin gebe, wie die KMU-Charta umgesetzt wurde. Sie plant, im Oktober einen überarbeiteten Plan anzunehmen, der auf den zehn Prinzipien des Originaltexts basiert.

Schlüsselpunkte werden der Implementierungsprozess und Wege sein, wie Mitgliedsstaaten ermutigt werden können, „ihr Engagement mit konkreten Aktionen zu unterbauen“, um KMU zu helfen.

Es wird erwartet, dass die Unternehmensabteilung der Kommission ausführen wird, wie kleine Firmen in die erweiterten politischen Prioritäten der Europa 2020 Wachstumsstrategie eingebunden werden können. Flaggschiffinitiativen zu Innovation, Industriepolitik und der digitalen Wirtschaft werden vermutlich Elemente sein, die kleine Unternehmen stärken könnten.

Trotz der politischen Veränderungen in Brüssel sahen sich kleine Firmen in den zwei Jahren seit Beginn des SBA eingefrorenen Kreditmärkten und einem rasanten Fall des Verbrauchs ausgesetzt. Etwa drei Million Arbeitsplätze in KMU wurden als Folge der Krise gekappt.

Unternehmensgruppen steigern europaweit den Druck auf Regierungen, ihren Engagements entsprechend zu agieren, um das Leben für kleine Firmen erträglicher zu machen.