EU-Haushaltsgipfel: Merkel kommt Schlüsselrolle zu [DE]

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist ‚die Frau in der Mitte’ im EU-Haushaltsstreit. Im Prinzip unterstützt sie den britischen Premier Tony Blair. Gleichzeitig darf sie die guten Beziehungen zu Frankreich jedoch nicht aufs Spiel setzen und muss dafür sorgen, dass die deutschen Staatskassen nicht zu sehr belastet werden.

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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist ‚die Frau in der Mitte’ im EU-Haushaltsstreit. Im Prinzip unterstützt sie den britischen Premier Tony Blair. Gleichzeitig darf sie die guten Beziehungen zu Frankreich jedoch nicht aufs Spiel setzen und muss dafür sorgen, dass die deutschen Staatskassen nicht zu sehr belastet werden.

Die Verhandlungsstärke von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird zum Abschluss des EU-Gipfels am heutigen Tag, 16. Dezember, genauestens beobachtet. Immerhin geht es darum, ob nun doch eine Einigung über die langfristige Finanzierung der EU zustande kommt. Und da sich Merkel in jedem und zugleich keinem der Lager für oder gegen den britischen Vorschlag befindet, sehen Analysten sie in einer wichtigen Vermittlerrolle. 

Im Gegensatz zu Frankreich und Polen, die den britischen Haushaltsvorschlag (der 849 Milliarden Euro für den Zeitraum 2007-2013 vorsieht) ablehnen, hat Merkel die Linie des britischen Ratsvorsitzes verhalten unterstützt und sich für ein schmaleres EU-Budget ausgesprochen. Gleichzeitig hat sie betont, die Interessen der neuen Mitgliedstaaten dürften nicht geopfert werden. 

Zu Beginn der Verhandlungen am 15. Dezember sagte der britische Premier Tony Blair, es werde ein schwieriger Gipfel werden, auf dem „sehr viel in der Schwebe hängt“.