EU-Kommission bestellt über 200,000 Dosen Therapeutika gegen COVID

Die Europäische Kommission hat einen Beschaffungsrahmenvertrag für die Lieferung eines neu entwickelten COVID-19-Therapeutikums unterzeichnet, das derzeit von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geprüft wird.

EURACTIV.com
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Sotrovimab kann zur Behandlung von Coronavirus-Patient:innen mit leichten Symptomen eingesetzt werden, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen, aber ein hohes Risiko für die Entwicklung schwerer Formen von COVID-19 aufweisen. [<a href="https://www.shutterstock.com/image-photo/test-tubes-covid-samples-concept-drugs-1695793555" target="_blank" rel="noopener">[SHUTTERSTOCK]</a>]

Die Europäische Kommission hat einen Beschaffungsrahmenvertrag für die Lieferung eines neu entwickelten COVID-19-Therapeutikums unterzeichnet, das derzeit von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geprüft wird.

Das monoklonale Präparat Sotrovimab, das vom britischen Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline in Zusammenarbeit mit VIR Biotechnology entwickelt wurde, ist Teil eines Portfolios mit fünf COVID-19-Therapeutika, das die Kommission Ende Juni 2021 angekündigt hatte.

Der am 27. Juli unterzeichnete Vertrag sieht den Kauf von bis zu 220.000 Behandlungsdosen vor. Daran sind 16 EU-Mitgliedstaaten beteiligt.

Sotrovimab kann zur Behandlung von Coronavirus-Patient:innen mit leichten Symptomen eingesetzt werden, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen, aber ein hohes Risiko für die Entwicklung schwerer Formen von COVID-19 aufweisen. Laufende Studien deuten darauf hin, dass eine frühzeitige Behandlung die Zahl der Patient:innen verringern kann, die schwerere Krankheitsbilder entwickeln und auf die Intensivstationen eingewiesen werden müssen.

„Wir schließen jetzt einen zweiten Rahmenvertrag ab, der den Patientinnen und Patienten die Behandlung mit monoklonalen Antikörpern ermöglicht,“ bestätigte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides gestern. Sie fügte hinzu, dass neben Impfstoffen auch sichere und wirksame Therapeutika eine zentrale Rolle bei der „Rückkehr Europas zu einer neuen Normalität“ spielen werden müssen.

Der erste Vertrag dieser Art wurde im April mit dem Schweizer Pharmaunternehmen Roche unterzeichnet, das zusammen mit Regeneron eine Mischung aus zwei monoklonalen Antikörpern zur Hemmung der Infektiosität von Sars-CoV-2 entwickelt hatte.

Der neue Rahmenvertrag mit GlaxoSmithKline sieht vor, dass die Mitgliedstaaten Sotrovimab bei Bedarf erwerben können, sobald das Mittel entweder eine Notfallzulassung in dem Land, das Lieferungen beantragt, oder eine grundsätzliche Zulassung der EMA erhalten hat.

Die EU-Arzneimittelbehörde hat den Einsatz des monoklonalen Medikaments in einer ersten, im Mai veröffentlichten Bewertung positiv beurteilt. Aktuell läuft eine detailliertere Bewertung für die offizielle EU-Marktzulassung.

Insgesamt hat die Kommission fast 200 Verträge für verschiedene medizinische COVID-Gegenmittel im Wert von über zwölf Milliarden Euro abgeschlossen.

[Hinweis: Dies ist eine gekürzte Übersetzung. Den Originalartikel in voller Länge (auf Englisch) finden Sie hier. Bearbeitet von Gerardo Fortuna und Benjamin Fox]