EU-Kommission dementiert Kritik von der Leyens an spanischem Kandidat
Die EU-Kommission hat Gerüchte zurückgewiesen, denen zufolge Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen harsche Bemerkungen über den Kandidaten der spanischen konservativen Partei Partido Popular, Alberto Núñez Feijóo, gemacht habe.
Die EU-Kommission hat Gerüchte zurückgewiesen, denen zufolge Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen harsche Bemerkungen über den Kandidaten der spanischen konservativen Partei Partido Popular, Alberto Núñez Feijóo, gemacht habe.
Die Zeitung El País hatte von der Leyen in einem am Montag veröffentlichten Kommentar wertende Aussagen über Feijóo zugeschrieben.
„Dieser Mann ist ohne Ideen hierhergekommen, nur um die Regierung seines Landes zu demontieren“, soll von der Leyen laut El País unter vier Augen gesagt haben, nachdem Feijóo sie im März besucht hatte, um seine Zweifel an den Rentenreformplänen der Regierung vorzutragen.
Die Europäische Kommission dementierte jedoch am Dienstag (19. Juli) den Zeitungsbericht.
„Wir dementieren kategorisch alle Aussagen, die Präsidentin von der Leyen in diesem Artikel zugeschrieben werden. Das ist einfach nicht wahr, und wir möchten das klar und deutlich klarstellen“, erklärte die stellvertretende Chefsprecherin der Kommission, Dana Spinant, in den sozialen Medien.
Als Reaktion hierauf entfernte El País schließlich den Kommentar aus dem Artikel, mit der Begründung, er entspreche nicht den Richtlinien des Herausgebers zur Quellenangabe. Dennoch wird erwähnt, dass „der Autor des Artikels in Bezug auf einen privaten Kommentar das Vertrauen in seine Quelle bewahrt.“
Nichtsdestotrotz verbreiteten sich die angeblichen Kommentare von der Leyens im laufenden Wahlkampf in Spanien rasch. Am Sonntag finden in Spanien Parlamentswahlen statt.
[Bearbeitet von Kjeld Neubert]