EU-Kommission leitet Untersuchung gegen Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos ein
Die EU-Kommission hat am Dienstag angekündigt, vier Porno-Plattformen – Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos – im Rahmen des EU-Gesetzes über digitale Dienste (DSA) zu untersuchen.
Die EU-Kommission hat am Dienstag angekündigt, vier Pornoplattformen – Pornhub, Stripchat, XNXX und XVideos – im Rahmen des EU-Gesetzes über digitale Dienste (DSA) zu untersuchen.
Die Europäische Kommission erklärte, dass sich die Untersuchungen auf den mangelnden Schutz Minderjähriger auf den vier Pornoplattformen konzentrieren werden – insbesondere auf das Fehlen von Altersverifizierungssystemen.
„Alle Plattformen verwenden auf ihren Startseiten eine Altersüberprüfung per Klick, die unserer Meinung nach nicht mit dem EU-DSA vereinbar ist“, sagte ein Kommissionsbeamter.
Die Kommission wird genauer prüfen, ob die vier Pornoplattformen die EU-Vorschriften zur Gewährleistung der Sicherheit von Minderjährigen im Internet einhalten. Die Pornoplattformen halten möglicherweise auch derzeit nicht die Risikobewertungs- und -minderungsmaßnahmen ein, die das psychische und physische Wohlbefinden von Minderjährigen auf diesen Plattformen schützen, erklärte die EU-Kommission in einer Stellungnahme.
Eine eingehende Untersuchung werde „vorrangig“ durchgeführt, erklärte die Kommission.
Die Kommission koordiniert außerdem mit den EU-Staaten Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen auf kleineren Pornoplattformen mit weniger als 45 Millionen Nutzern pro Monat in der EU. Die Kommission erklärte, sie beabsichtige, bis Ende nächsten Jahres ein EU-weites Tool zur Altersüberprüfung fertigzustellen.
Pornhub, Stripchat und XVideos wurden im Juni und Dezember 2024 als sogenannte sehr große Online-Plattformen (VLOPs) eingestuft, woraufhin die Kommission Verfahren gegen die Plattformen einleitete. In derselben Ankündigung vom Dienstag erklärte die Kommission, dass die in Zypern ansässige pornografische Website Stripchat nicht mehr als VLOP eingestuft wird.
(jp/om)