EU-Mitgliedschaft der Türkei: zeichnet sich ein 'dritter Weg' ab?
Einen Monat vor der Entscheidung zur Aufnahmen von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, ist es ungewiss, ob die 25 EU-Mitgliedstaaten zu einer einstimmigen Entscheidung werden kommen können. Das Szenario eines ‚dritten Wegs' kann bei Weitem noch nicht ausgeschlossen werden.
Einen Monat vor der Entscheidung zur Aufnahmen von
EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, ist es
ungewiss, ob die 25 EU-Mitgliedstaaten zu einer einstimmigen
Entscheidung werden kommen können. Das Szenario eines
‚dritten Wegs‘ kann bei Weitem noch nicht
ausgeschlossen werden.
Erste Reaktionen der Mitgliedstaaten deuten daraufhin,
dass sich die Türkei auf dem Gipfel im Dezember auf
die Unterstützung von Deutschland,
Großbritannien, Italien, Portugal, Spanien,
Schweden, Griechenland, die Tschechische Republik, Polen,
Estland und Lettland verlassen kann.
Zweifel – wenn auch auf anderem Niveau – sind von
Österreich, Zypern, Dänemark, Frankreich und
den Niederlanden geäußert worden.
Unterdessen verlautet es, dass einige der Länder,
die gegen einen Beitritt sind oder noch zögern, dazu
neigen, einen ‚dritten Weg‘ vorzuziehen, nach
dem der Türkei eine ‚privilegierte
Partnerschaft‘ angeboten werden
würde.
Ankara indes hat Alternativen strikt abgelehnt.
„Verhandlungen bedeuten für uns Verhandlungen
über Vollmitgliedschaft. Eine Alternative ist
für uns ausgeschlossen“, erklärte
Außenminister Abdullah Gul gegenüber der
Zeitung ‚Zaman‘.