EU-Rekordstrafe lässt Google-Gewinn stark schrumpfen
Die von der EU-Kommission verhängte Rekordstrafe hat die Geschäftsbilanz von Google schwer getrübt. Der Mutterkonzern verzeichnete einen Gewinnrückgang von 28 Prozent.
Die von der EU-Kommission verhängte Rekordstrafe hat die Geschäftsbilanz von Google schwer getrübt. Der Mutterkonzern Alphabet verzeichnete im jüngsten Quartal einen Gewinnrückgang von 28 Prozent.
Den Angaben zufolge belief sich der Gewinn auf 3,5 Mrd. Dollar (3,06 Mrd. Euro). Das sind rund 1,3 Mrd. Dollar weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Wegen Benachteiligung der Konkurrenz bei der Online-Suche nach Shopping-Angeboten hatten die Brüsseler Wettbewerbshüter vor einem Monat eine Strafe von 2,42 Mrd. Euro gegen Google verhängt, so viel wie gegen kein Unternehmen zuvor. Noch ist allerdings unklar, ob das Unternehmen die Summe tatsächlich zahlen muss. Google erwägt, in die Berufung zu gehen.
Gleichwohl musste die Sanktion bereits in der Geschäftsbilanz verbucht werden. Ohne die EU-Strafe hätte der Gewinn von Alphabet im zweiten Quartal fast 6,3 Mrd. Dollar betragen. Google erwirtschaftet den größten Teil des Profits von Alphabet.
Die Umsätze des High-Tech- und Softwarekonzerns stiegen im zweiten Quartal auf 26 Mrd. Dollar, ein Zuwachs von 21 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum. Wegen des starken Gewinnrückgangs sackte die Alphabet-Aktie jedoch im nachbörslichen Handel in New York um etwa drei Prozent ab.