EU-Umweltagentur stellt Herausforderungen für 2009 vor [DE]
Der Kampf gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen, die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU, die Verbesserung der Luftqualität und die Minderung der ökologischen Auswirkungen von Biokraftstoffen würden zu den wichtigsten Themen der Union im Bereich Umwelt gehören, die in diesem Jahr diskutiert werden müssten, so die Europäische Umweltagentur (EEA).
Der Kampf gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen, die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU, die Verbesserung der Luftqualität und die Minderung der ökologischen Auswirkungen von Biokraftstoffen würden zu den wichtigsten Themen der Union im Bereich Umwelt gehören, die in diesem Jahr diskutiert werden müssten, so die Europäische Umweltagentur (EEA).
Die ‚Momentaufnahme’ der wichtigsten Debatten im Umweltbereich im Jahr 2009 der Agentur stellt die globale Diplomatie und die Suche nach einem Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll als wichtigste Themen heraus, die einer Diskussion bedürfen. Weitere wichtige Themen sind die Anpassung an den Klimawandel und Fragen des Wassermanagements.
In Bezug auf die bevorstehende Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Union wird in dem Bericht erklärt, dass die derzeitige Verteilung der GAP-Gelder mit Blick auf die Erreichung der EU-Umweltziele, insbesondere der Ziele zum Naturschutz, nicht sehr effektiv sei. Es wird vorgeschlagen, dass bei der Überarbeitung die Möglichkeit in Betracht gezogen werden solle, mehr Geld für die Errichtung bzw. Erhaltung landwirtschaftlicher Nutzflächen, die besonders viele Lebensräume und Arten mit Erhaltungswert beherbergen und einen hohen Naturschutzwert aufweisen, bereitzustellen.
Betriebe mit intensiver Landwirtschaft würden die biologische Vielfalt nicht unterstützen und seien ohnehin nicht alle in einem solchen Maße von den GAP-Zahlungen abhängig.
Mit Blick auf Biokraftstoffe meint die Agentur, dass der Wechsel von Öl zu Bioenergie gewisse Risiken berge. Außerdem sei der Schritt hin zu einer groß angelegten Produktion von Bioenergie mit großen ökologischen Risiken verbunden, besonders in Bezug auf die veränderte Landnutzung.
Die EEA glaubt deshalb, dass Europa weitere Fortschritte erzielen müsse, indem es beginnt, fortgeschrittene Biokraftstoffe der zweiten Generation ernsthaft auf ihre Auswirkungen auf Boden, Wasser, Biodiversität und CO2-Emissionen hin zu überprüfen.
Die zunehmenden Auswirkungen gebietsfremder, invasiver Arten, die in die Ökosysteme in Europa eingeführt werden, auf die landwirtschaftlichen Erträge, die Holzqualität und die anfällige biologische Vielfalt in Europa im Allgemeinen werden ebenfalls zu den wichtigsten Politikdebatten gezählt.
Weitere wichtige Themen im Jahr 2009 umfassen das Meeresmanagement und die internationalen Müllimporte und -exporte.
Die natürlichen Ressourcen, die auf der Erde zur Verfügung stünden, stützten die wirtschaftlichen Aktivitäten und den Zusammenhalt der Gesellschaften, meinte EEA-Exekutivdirektorin Jacqueline McGlade. Trotzdem habe die Umwelt unter dem raschen Wachstum der Weltwirtschaft gelitten, fügte sie hinzu. Die Art und Weise, wie die Wirtschaft organisiert werde, berücksichtige die wechselseitige Abhängigkeit der beiden Bereiche nicht im ausreichenden Maße.
Treibhausgasemissionen seien nur ein Symptom eines viel tiefer gehenden Problems: die Unfähigkeit, nachhaltig zu leben, schloss sie.