EU verschärft Handgepäck-Kontrollen an Flughäfen
Im Kampf gegen den Terror müssen sich Flugreisende innerhalb der EU auf gründlichere Checks ihres Handgepäcks einstellen. Die neue EU-Verordnung könnte Europas Flughäfen teuer zu stehen kommen.
Im Kampf gegen den Terror müssen sich Flugreisende innerhalb der EU auf gründlichere Checks ihres Handgepäcks einstellen. Die neue EU-Verordnung könnte Europas Flughäfen teuer zu stehen kommen.
Zur Verhinderung von Terroranschlägen in Flugzeugen gelten ab sofort strengere Kontrollen für das Handgepäck. Sprengstoffdetektoren (EDS-Geräte) an Europas Flughäfen müssen höheren Standards entsprechen und wesentlich feiner eingestellt sein. Computer oder andere große elektronische Geräte, wie Bügeleisen, Haartrockner oder Kameras, werden einer noch rigoroseren Kontrolle unterzogen. Das geht aus einer geänderten EU-Verordnung hervor, die am Sonntag (1.März) in Kraft getreten ist.
„Jüngste Erkenntnisse haben gezeigt, dass Terroristen weiterhin versuchen, neue Verstecke für unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen zu entwickeln, um die geltenden Sicherheitsmaßnahmen im Luftverkehr zu unterlaufen“, heißt es in dem Gesetzestext. Die EU müsse daher ihre Sicherheitsvorkehrungen verschärfen, um die Bedrohung durch im Handgepa?ck versteckten Sprengstoff zu minimieren.
Die neuen Regeln bedeuten für Europas Flughäfen zusätzliche Kosten. So fallen nach Angaben der spanischen Flughafenbehörde Aena allein für die spanischen Flughäfen Mehrkosten von 17 Millionen Euro im Jahr an. Die neuen Regeln erforderten mehr Sicherheitspersonal für die Handgepäckskontrolle, erklärte der Direktor der Flughafensparte von Aena, Fernando Echegaray, am Freitag in Madrid.
Bereits jetzt müssen Passagiere an Flughäfen vor der Kontrolle tragbare Computer und andere elektrisch betriebene Geräte aus dem Handgepäck nehmen, damit diese gesondert kontrolliert werden.
Flüssigkeiten und Gele sind im Handgepäck grundsätzlich nicht erlaubt – ausgenommen sind nur Tuben und Flaschen bis 100 Milliliter Inhalt, die in einer durchsichtigen, wiederverschließbaren Tüte aufbewahrt werden müssen.
Die Flüssigkeitsvorschriften führte die EU 2006 ein, nachdem drei islamistische Terroristen versucht hatten, Sprengstoff in Getränkeflaschen an Bord von Transatlantikflügen zu schmuggeln.
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