EU-Wasserstoffsubventionen: Spanien und Portugal erhalten den größten Teil

Die EU-Kommission hat am Dienstag (30. April) die Gewinner ihrer ersten Auktion zur Vergabe von Subventionen für die Wasserstoffproduktion bekannt gegeben. Der Großteil der vergebenen 720 Millionen Euro geht an Projekte auf der iberischen Halbinsel.

Euractiv.com
shutterstock_2306420249
Am Dienstag gab die Kommission bekannt, dass sieben Projekte insgesamt 720 Millionen Euro an Subventionen für die Wasserstoffproduktion erhalten haben. Die Mittel sollen aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten im Rahmen des EU-Emissionshandels stammen. [Shutterstock/Repsol]

Die EU-Kommission hat am Dienstag (30. April) die Gewinner ihrer ersten Auktion zur Vergabe von Subventionen für die Wasserstoffproduktion bekannt gegeben. Der Großteil der vergebenen 720 Millionen Euro geht an Projekte auf der iberischen Halbinsel.

Die Wasserstoffbank der EU ist das Instrument der Union zur Förderung der Entwicklung einer Wasserstoffwirtschaft. Sie gewährt Zuschüsse, um die Kluft zwischen den hohen Anfangskosten von Wasserstoff und der Zahlungsbereitschaft der Unternehmen zu überbrücken.

Am Dienstag gab die Kommission bekannt, dass sieben Projekte insgesamt 720 Millionen Euro an Subventionen für die Wasserstoffproduktion erhalten haben. Die Mittel sollen aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten im Rahmen des EU-Emissionshandels stammen.

„Die Ergebnisse unserer ersten EU-weiten Auktion für die Erzeugung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen sind sehr ermutigend“, sagte Klimakommissar Wopke Hoekstra. Die Kommissionsbeamten hatten die Auktion zuvor als einen Testlauf bezeichnet.

Projekte auf der iberischen Halbinsel haben sich als dominant erwiesen, gefolgt von Projekten in der Nähe von nordischen Wasserkraftwerken. Drei spanische und zwei portugiesische Projekte erhielten zusammen mehr als 590 Millionen Euro. Die restlichen 126 Millionen Euro gingen an zwei Projekte in Norwegen und Finnland.

„Iberien und die nordischen Staaten sind eindeutig die Gewinner, da sie einen hohen Anteil an erneuerbaren Energien und Wasserkraft in ihrem Stromsystem haben“, erklärte Gniewomir Flis, ein Wasserstoffanalyst.

Die Wasserstoffsubventionen waren so beliebt, dass sich insgesamt 132 Projekte um Fördermittel in Höhe von mehr als zwölf Milliarden Euro beworben hatten.

21 deutsche Projekte nahmen an der Auktion teil, allerdings ohne Erfolg.

Ein finnisches Projekt, das Wasserstoff zur Erzeugung von erneuerbarem Methan nutzen will, gab an, dass es nur 0,37 Euro pro Kilogramm Wasserstoff benötige, um wettbewerbsfähig zu sein. Die iberischen und das norwegische Projekt gaben an, dass sie 0,48 Euro pro Kilogramm benötigten.

Dennoch ist der Betrag weitaus niedriger als ursprünglich angenommen. Die Gebote für die staatliche Förderung waren auf 4,5 Euro pro Kilogramm gedeckelt und damit zehnmal höher als der letztlich gewährte Betrag.

Die „niedrigen abgegebenen Gebote deuten auf eine systematische Unterbietung hin“, erklärte Flis. Das bedeutet, dass die Unternehmen weniger Subventionen beantragten, als für die Überbrückung der Differenz zu den regulären Märkten erforderlich waren. Dennoch schienen sie zu hoffen, einen Käufer zu finden.

Eine weitere Auktionsrunde wird in diesem Jahr stattfinden. Die Kommission hofft, „aus den Erfahrungen dieser Pilotauktion lernen zu können.“

Weit von den Wasserstoffzielen entfernt

Die Projekte müssen bis Ende 2029 mit der Produktion beginnen oder sie werden wegen Vertragsbruchs haftbar gemacht.

Die vergebenen 720 Millionen Euro werden nach Angaben der Kommission zur Produktion von insgesamt 1,58 Millionen Tonnen Wasserstoff führen. Das sind 1,5 Prozent des EU-Ziels für 2030, zehn Millionen Tonnen Wasserstoff pro Jahr von 2020 an selbst zu produzieren.

[Bearbeitet von Donagh Cagney/Zoran Radosavljevic]