EU will konkrete Schritte zur Bekämpfung illegaler Einwanderung einleiten [DE]
Der Europäische Rat drängt auf die Schaffung von Grenzeinsatzteams an den EU-Seegrenzen, um den Zustrom illegaler Einwanderer in die EU-Mittelmeerländer einzudämmen.
Der Europäische Rat drängt auf die Schaffung von Grenzeinsatzteams an den EU-Seegrenzen, um den Zustrom illegaler Einwanderer in die EU-Mittelmeerländer einzudämmen.
Während des Gipfeltreffens am 16. Juni 2006 forderte der Europäische Rat eine Verstärkung der Zusammenarbeit auf See zur Bekämpfung illegaler Einwanderung. Ziel ist der Aufbau angemessener Überwachungskapazitäten an den Seegrenzen, um den sich kürzlich zugetragenen Ereignissen auf den Kanarischen Inseln und im Mittelmeerraum ein Ende zu setzen. Als eine praktische Maßnahme fordern die Staats- und Regierungschefs der EU die Aufstellung schneller Grenzeinsatzteams.
Diese Teams sollen die Staaten, welche mit zunehmender illegaler Einwanderung über ihre Seegrenzen zu kämpfen haben, mit Booten, Flugzeugen und Helikoptern ausstatten, um die Überwachung zu verbessern. Des Weiteren sollen sich Ärzte und Übersetzer an den diversen Landungspunkten der illegalen Einwanderer annehmen.
Die Staats- und Regierungschefs der EU-25 betonten die Bedeutung der engeren Zusammenarbeit und eines ausgeglichenen Dialogs über Migration mit Afrika, anderen Nachbarstaaten und regionalen Organisationen und erinnerten daran, dass die Zusammenarbeit bei Fragen der Migration ein wichtiger Bestandteil der Europäischen Nachbarschaftspolitik sei.