Europa Kompakt: Italien spricht sich für EU-Reform aus

Auch Italien will sich für eine Reform der EU einsetzen, betonte der italienische Außenminister und ehemalige Präsident des Europaparlaments, Antonio Tajani, gegenüber EURACTIV. 

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Seitdem die oft als postfaschistisch eingestuften Fratelli d’Italia mit Giorgia Meloni die Ministerpräsidentin stellt, wird Italien nicht unbedingt mit einer progressiven Haltung gegenüber der EU in Verbindung gebracht.

Trotzdem will sich auch Italien für eine Reform der EU einsetzen, wie der italienische Außenminister und ehemalige Präsident des Europaparlaments, Antonio Tajani, gegenüber EURACTIV betonte. 

“Italien ist bereit, gezielte Reformen sowohl der institutionellen Architektur als auch der Entscheidungsprozesse in Angriff zu nehmen und dabei die Grundsätze der Subsidiarität, der Transparenz und der Rechtzeitigkeit zu beachten, von denen sich unser Handeln stets leiten lassen muss“, erklärte Tajani.

Die Reform der EU sollte schnell auf den Weg gebracht werden, sagte Tajani. “Ob durch einen Konvent oder durch eine Regierungskonferenz, werden wir sehen.“

Damit führt Tajani auch den Weg des ehemaligen Premiers Mario Draghi fort, der sich vergangenes Jahr sogar für eine Europäische Föderation ausgesprochen hatte.

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Energie und Umwelt

EU-Mercosur-Abkommen ist weder transparent noch nachhaltig, warnen Experten. Nachdem das Europäische Parlament im April ein neues Gesetz gegen die Abholzung von Wäldern verabschiedet hat, wurden Bedenken laut, wie diese Verordnung auf das noch nicht ratifizierte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Mercosur angewendet werden kann. Weiterlesen.

Frankreich macht beim Ausbau der Erneuerbaren starke Fortschritte. Frankreich kommt bei der Integration von erneuerbaren Energien in seinen Energiemix gut voran, auch wenn die Anstrengungen noch nicht ausreichen, um die nationalen und EU-Ziele zu erreichen. Mehr Details gibt es im Artikel.

Digitales

KI-Gesetz: „Stehen kurz vor einem Meilenstein“ Die führenden parlamentarischen Ausschüsse des Europäischen Parlaments haben am Donnerstag (11. Mai) grünes Licht für das KI-Gesetz gegeben und damit den Weg für die Verabschiedung im Plenum Mitte Juni freigelegt. Das KI-Gesetz ist ein Meilenstein in der Gesetzgebung zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz auf der Grundlage ihres Schadenspotenzials. Weiterlesen.

Landwirtschaft und Gesundheit

Brasilien und Ukraine sind EU-Importchampions. Die größten Anteile der Agrarimporte in die EU kamen im Januar dieses Jahres aus Brasilien und der Ukraine. Das geht aus dem monatlichen Agrarhandelsbericht der EU-Kommission hervor, der gestern veröffentlicht wurde. Demnach machte Brasilien 10 Prozent der gesamten Agrarimporte der EU aus, nachdem Europa wegen einer schwachen heimischen Saison besonders viel Mais importiert hatte. Der Anteil der Ukraine stieg auf 9 Prozent der Gesamtimporte.

Wirtschaft und Verkehr

Europäisches Parlament fordert neue Einnahmequellen für den EU-Haushalt. Die EU-Abgeordneten äußerten sich besorgt über die Fähigkeit des EU-Haushalts, die für die Bekämpfung des Coronavirus aufgenommenen Schulden ohne neue Einnahmequellen zurückzuzahlen, und forderten die Europäische Kommission auf, neue Einnahmequellen zu finden. Lesen Sie mehr.

Rundblick Europa

EU schlägt Neuausrichtung der China-Strategie vor. Angesichts der Notwendigkeit, die Risiken im Umgang mit China zu verringern, müsse die EU eine „klarere“ Sichtweise einnehmen und sich auf Werte sowie wirtschaftliche und strategische Sicherheit konzentrieren, heißt es in einem internen Dokument, das EURACTIV vorliegt.

Industriepolitik: Macron stellt „offenen Markt“ der EU in Frage. Der französische Präsident Emmanuel Macron und EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton haben sich am Donnerstag in getrennten Ansprachen für ein Umdenken in der Industriepolitik und in Bezug auf die USA ausgesprochen.

Niederlande: Grüne und Sozialdemokraten treten getrennt zur Europawahl an. Die niederländische Partei GroenLinks (GL/Grüne) und die sozialdemokratische Arbeiterpartei (PvdA/S&D) werden trotz überwältigender Unterstützung innerhalb beider Parteien kein gemeinsames Wahlprogramm für die Wahlen zum Europäischen Parlament im nächsten Jahr vorlegen, so interne Quellen.

Finnland: Entwicklungshilfe spaltet künftige Koalitionäre. Die vier Parteien, die derzeit versuchen, Finnlands neue Regierung zu bilden, sind sich uneins über die künftige Vergabe von Entwicklungsgeldern an Nicht-EU-Länder, darunter die Ukraine.

Agenda

  • EU: Informelles Treffen der Außenminister (Gymnich), um Russlands Krieg gegen die Ukraine und die Beziehungen zwischen der EU und China zu diskutieren;
  • Gleichstellungskommissarin Helena Dalli hält eine Online-Rede auf der Konferenz über Gleichstellungsdaten;
  • Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski auf offiziellem Besuch in Warschau, Polen, trifft sich mit Vertretern der polnischen Vereinigung „Open Cages“;
  • Die für Finanzdienstleistungen, Finanzstabilität und Kapitalmärkte zuständige EU-Kommissarin Mairead McGuinness hält ein Online-Treffen mit dem Vorsitzenden des Sustainability Reporting Board der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG), Patrick de Cambourg;
  • Elisa Ferreira, Kommissarin für Kohäsion und Reformen, hält eine Grundsatzrede zum Thema „Die Zukunft der Küstenstädte und die Klimakrise: Zwischen Bedrohung und Anpassung“;
  • Frankreich: Präsident Emmanuel Macron trifft Europaabgeordnete der Fraktion Renew Europe;
  • Schweiz: Update zu den Konventionen von Basel, Rotterdam und Stockholm;
  • Estland: Die Premierminister von Lettland, Litauen und Estland sowie die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, nehmen an einer Podiumsdiskussion teil;
  • Portugal: Das Parlament stimmt erneut über das Gesetz zur Entkriminalisierung der Euthanasie ab, um Veto des Präsidenten zu überwinden; Premierminister Antonio Costa empfängt Marokkos Amtskollegen Aziz Akhannouch;
  • Polen: Treffen der Europaminister von Frankreich, Deutschland, Polen und der Ukraine;
  • Vereinigte Staaten: Präsident Joe Biden empfängt den spanischen Premierminister Pedro Sanchez;
  • Japan: Treffen der G7-Bildungsminister; Treffen der G7-Minister für Wissenschaft und Technologie;
  • UN: Experte David Boyd gibt vorläufige Beobachtungen zu den Auswirkungen von Umweltrisiken auf die Menschenrechte ab;

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