Exportwirtschaft stützt Brexit-Kurs der EU

Die deutsche Exportwirtschaft unterstützt den konsequenten Kurs der EU in den Austrittsverhandlungen mit Großbritannien.

Euractiv.de
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Die Chefverhandler Großbritanniens und der EU, David Davis (l.) und Michel Barnier. [<a href="http://ec.europa.eu/avservices/photo/photoDetails.cfm?ref=P-035102/00-02&sitelang=en&refPhoto=P035102/00-02#0" target="_blank" rel="noopener">[European Commission]</a>]

Die deutsche Exportwirtschaft unterstützt den konsequenten Kurs der Europäischen Union in den Austrittsverhandlungen mit Großbritannien.

London müsse seine finanziellen Verpflichtungen anerkennen, bevor über die künftigen Beziehungen geredet werden könne, sagte der Leiter der Außenwirtschaftsabteilung des Außenhandelsverbands BGA, Gregor Wolf, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Die Unternehmen verstünden die politische Tragweite der Verhandlungen und ließen sich nicht von kurzfristigen Interessen leiten, sagte Wolf. „Ein chaotischer Brexit würde unsere Mitglieder hart treffen. Es würde sie aber noch härter treffen, wenn der europäische Binnenmarkt geschwächt wird“, sagte Wolf weiter. „Deshalb lehnen wir Sonderabsprachen Deutschlands mit
Großbritannien ab. Das würde nur zu einer Rosinenpickerei führen und damit zum Zerfall der Union und des gemeinsamen Marktes.“

Gerade der deutsche Exportsektor hat großes Interesse an guten Marktzugangsbedingungen auf der Insel. Großbritannien ist der drittgrößte externe Markt für deutsche Produkte. Vor allem Autohersteller, Maschinenbauer und die Chemieindustrie sind auf britische Käufer angewiesen.