Finnische Universitäten beschleunigen Aufnahme von Ukrainern zum Ärger anderer Flüchtlinge
Die freundliche Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge an den Universitäten, die unter anderem 2.000 Studienplätze für sie vorsieht, sorgt bereits für Unmut bei nicht-ukrainischen Flüchtlingen, die bei ihrer Ankunft im Land nicht auf die gleiche Weise behandelt wurden.
Die freundliche Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge an den Universitäten – unter anderem sind 2.000 Studienplätze für sie vorgesehen – sorgt bereits für Unmut bei nicht-ukrainischen Flüchtlingen, die bei ihrer Ankunft im Land nicht auf die gleiche Weise behandelt wurden.
Auf Ersuchen des Bildungs- und Kulturministeriums bereiten sich die finnischen Universitäten darauf vor, Studienplätze für ukrainische Flüchtlinge anzubieten. Es wird beabsichtigt, etwa 2.000 Ukrainer:innen, die bereits in ihrer Heimat ein Studium begonnen haben und es in Finnland fortsetzen möchten, einen Studienplatz anzubieten.
Die Kurse, bei denen frühere Studien und Sprachkenntnisse berücksichtigt werden, sollen im kommenden Herbst beginnen. Die Kosten werden vom Staat übernommen. An der Universität Ostfinnland können Studenten außerdem Stipendien aus einem Fonds von 100.000 Euro beantragen.
Einige Kinder wurden bereits in Schulen und Betreuungseinrichtungen untergebracht. Sozialdienste sind bereit, psychologische Hilfe anzubieten, und Sportvereine haben sich bereit gezeigt, ihre Türen kostenlos zu öffnen. Wer einen ukrainischen Pass hat, fährt kostenlos mit dem Nahverkehr.
Der herzliche Empfang hat jedoch auch zu Unmut unter früher angekommenen Flüchtlingsgruppen geführt. Die Art und Weise, wie die Ukrainer:innen behandelt werden, wurde mit den unglücklicheren Erfahrungen derjenigen verglichen, die aus Somalia oder Afghanistan gekommen sind.
Vor der Ankunft von ukrainischen Flüchtlingen gab es nach Angaben der Asylabteilung der finnischen Einwanderungsbehörde 2.300 Asylbewerber:innen, die auf eine Aufenthaltsgenehmigung und andere Entscheidungen warteten. Die Bearbeitung eines Asylantrags dauert etwa zehn Monate. Einige warten jedoch schon seit Jahren.
Die Asylabteilung rechtfertigt ihre Politik damit, dass die schnelle Erteilung von Aufenthaltsgenehmigungen für Ukrainer:innen auch anderen Flüchtlingen im Lande zugutekommt. Durch die Beschleunigung des Regularisierungsverfahrens wird etwa eine weitere Überlastung des Systems verhindert. Für diejenigen, die in der Warteschlange stehen, ist diese Erklärung allerdings schwer hinzunehmen.