Finnland setzt Gesundheit auf die Tagesordnung [DE]

Ein wichtiges Ziel der finnischen Präsidentschaft ist es, dass Gesundheitsaspekte in sämtlichen Politikbereichen berücksichtigt werden. Außerdem will sie den Weg für Kompromisse in den Bereichen Gesundheitsprogramm 2007-2013, medizinische Geräte und neuartige Therapien ebnen. 

Ein wichtiges Ziel der finnischen Präsidentschaft ist es, dass Gesundheitsaspekte in sämtlichen Politikbereichen berücksichtigt werden. Außerdem will sie den Weg für Kompromisse in den Bereichen Gesundheitsprogramm 2007-2013, medizinische Geräte und neuartige Therapien ebnen. 

Den Schutz der Gesundheit in allen Politikfeldern zu stärken, ist ein Schwerpunkt der finnischen Ratspräsidentschaft. Denn er betrifft nicht nur den  Politikbereich Gesundheit, sondern muss auch in anderen Politikbereichen gewährleistet werden. Das Ziel dieses gesundheitspolitischen Ansatzes ist unter anderem die Stärkung der horizontalen Politikbereiche, wie die Lissabon-Agenda. Man erhofft sich ebenfalls eine Ankurbelung der Produktivität und der Erwerbsquote in den Mitgliedstaaten. 

Die wichtigste Veranstaltung der Ratspräsidentschaft in diesem Zusammenhang wird eine Konferenz  mit hochrangigen Experten sein, die am 20-21. September 2006 stattfinden wird. Eine Beitrag zum Thema „Health in All Policies“, der der Vorbereitung der Konferenz dient, wird Ende August erscheinen. Diese wird aus einer Plenarsitzung und mehreren Workshops, zu Themen wie Ungleichheit in der Gesundheitsversorgung, Ernährung und Sport, Alkoholpolitik, psychische Verfassung und öffentliche Ordnung, bestehen. Die Schlussfolgerungen des Rates werden im November 2006 erwartet.

Zu den wichtigsten Gesetzesvorschlägen auf der Tagesordnung der EU in der zweiten Hälfte von 2006 gehören das Aktionsprogramm Gesundheit für die Jahre 2007 bis 2013, die Überarbeitung der Rechtsvorschriften im Bereich medizinische Geräte  und der Vorschlag für eine Richtlinie zu neuartigen Therapien. Es wird erwartet, dass der Rat im November zu einer Einigung in diesen Bereichen kommen wird. 

Die Kommission wird wahrscheinlich im September 2006 einen Bericht über eine EU-Alkoholstrategie veröffentlichen. Das Ziel dieser Strategie ist es, durch den Alkoholgenuss verursachte negative soziale und gesundheitliche Folgen zu bekämpfen.