Finnland wird Standort für strategische Reserven der EU

Finnland ist der gewählte Standort für die erste strategische Reserve für chemische, biologische, radiologische und nukleare Stoffe in der EU, die von der Kommission mit 242 Millionen Euro finanziert wird und bis 2026 einsatzbereit sein soll.

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Die Reserve wird persönliche Schutz- und Messgeräte, Arzneimittel und Antikörper für chemische, biologische, radiologische und nukleare Unfälle (CBRN-Unfälle) umfassen, die Ersthelfer:innen und Zivilist:innen betreffen könnten. Die Materialien werden dezentral an geheimen Orten in Finnland gelagert. [Shutterstock/Microgen]

Finnland wurde als Standort für die erste strategische Reserve für chemische, biologische, radiologische und nukleare Stoffe in der EU gewählt, die von der Kommission mit 242 Millionen Euro finanziert wird und bis 2026 einsatzbereit sein soll.

Die Reserve wird persönliche Schutz- und Messgeräte, Arzneimittel und Antikörper für chemische, biologische, radiologische und nukleare Unfälle (CBRN-Unfälle) umfassen, die Ersthelfer:innen und Zivilist:innen betreffen könnten. Die Materialien werden dezentral an geheimen Orten in Finnland gelagert.

Das Projekt wird von der Kommission mit 242 Millionen Euro finanziert und soll bis Herbst 2026 abgeschlossen sein. Die ersten Lieferungen sollen ab 2024 zur Verfügung stehen.

Viele der Medikamente und Gegenmittel, die bei CBRN-Vorfällen eingesetzt werden, werden nur selten benötigt. Falls erforderlich, soll das gelagerte Material jedoch innerhalb von 12 Stunden nach Annahme des Hilfsangebots in ein Katastrophen- oder Krisengebiet geschickt werden.

Die EU hat ihr Katastrophenschutzverfahren 2019 verbessert und das Programm „rescEU“ ins Leben gerufen, zu dem auch die CBRN-Reserven in Finnland gehören werden, um die Bürger:innen vor Katastrophen zu schützen und neue Risiken zu bewältigen.

„Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat bestätigt, dass die CBRN-Bereitschaft der EU gestärkt werden muss. Deshalb werden die CBRN-Reserven von rescEU der EU ein wichtiges Sicherheitspolster bieten, das eine schnelle und koordinierte Reaktion auf EU-Ebene ermöglicht. Ich möchte Finnland dazu beglückwünschen, dass es als erster Mitgliedstaat eine strategische CBRN-Reserve im Rahmen von rescEU entwickelt hat“, erklärte der für Krisenmanagement zuständige Kommissar Janez Lenarčič am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Das Projekt wird von den Ministerien für Inneres und Soziales gemeinsam mit dem finnischen Institut für Gesundheit und Wohlfahrt, der Nationalen Agentur für Notfallversorgung und der Behörde für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit durchgeführt.