Fünf EU-Länder wollen Weg für Alternativen zu chemischen Düngemitteln ebnen

Spanien, Belgien, Ungarn, die Niederlande und Portugal haben am Montag die Europäische Kommission aufgefordert, einen Vorschlag vorzulegen, um den Einsatz sogenannter RENURE-Produkte, die Stickstoff aus Gülle und Dung zurückgewinnen, zu erleichtern.

EFE Verde
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Die fünf Länder forderten Brüssel auf, den Einsatz dieser Produkte über die Beschränkungen der geltenden Gesetzgebung hinaus zuzulassen und dabei die geringeren potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt zu berücksichtigen. [EPA-EFE/ANTHONY ANEX]

Spanien, Belgien, Ungarn, die Niederlande und Portugal haben am Montag die Europäische Kommission aufgefordert, einen Vorschlag vorzulegen, um den Einsatz sogenannter RENURE-Produkte, die Stickstoff aus Gülle und Dung zurückgewinnen, als Alternative zu chemischen Düngemitteln zu erleichtern.

Das Thema wurde auf einem Rat der Landwirtschafts- und Fischereiminister:innen in Luxemburg diskutiert. RENURE steht für „REcovered Nitrogen from manURE“, also aus Dünger gewonnener Stickstoff.

Die fünf Länder forderten Brüssel auf, den Einsatz dieser Produkte über die Beschränkungen der geltenden Gesetzgebung hinaus zuzulassen und dabei die geringeren potenziellen Auswirkungen auf die Umwelt zu berücksichtigen.

Der spanische Agrarminister Luis Planas sagte während der Debatte, dass Spanien der Initiative voll und ganz zustimme.

„Wir müssen unsere Abhängigkeit von ausländischer Energie und Düngemitteln, die immer knapper und teurer werden, verringern“, sagte er.

Gleichzeitig, so fügte er hinzu, „müssen wir den Übergang zur Kreislaufwirtschaft erleichtern, indem wir lokal verfügbare Nährstoffe durch die Nutzung von Nebenprodukten aus der Tierhaltung wiederverwenden.“

Die fünf Länder erklärten in einem Papier, dass die Rohstoff- und Betriebsmittelpreise derzeit die Rentabilität der Landwirtschaft beeinträchtigten. Sie verwiesen außerdem auf die Bedeutung von Düngemitteln für die Aufrechterhaltung der Nahrungsmittelproduktion in der EU und die Begrenzung der Abhängigkeit von Lieferungen aus Drittländern.

Demnach solle die Kommission in ihrer angekündigten Mitteilung über Düngemittel, die am 9. November veröffentlicht werden soll, „RENURE“ als Alternative aufnehmen.

EU-Agrarkommissar Janusz Wojciechowski sagte, die Kommission sei sich der steigenden Preise und der begrenzten Verfügbarkeit von Düngemitteln bewusst und machte deutlich, dass sie die Wiederverwendung von recyceltem Dünger unterstütze, einschließlich seiner Verwendung als Ersatz für Mineraldünger.