Gasstreit: Gazprom verlängert Vorkasse-Frist für Ukraine
Im Gasstreit mit der Ukraine hat der russische Energieriese Gazprom die Frist für den Beginn von Vorauszahlungen auf kommenden Montag verschoben.
Im Gasstreit mit der Ukraine hat der russische Energieriese Gazprom die Frist für den Beginn von Vorauszahlungen auf kommenden Montag verschoben.
Damit solle den Verhandlungen zwischen beiden Seiten mehr Zeit eingeräumt werden, sagte Gazprom-Chef Alexej Miller am Mittwoch dem russischen TV-Sender Rossiya 24. Die Gespräche in den vergangenen Tagen seien sehr intensiv gewesen. Die Verhandlungen unter Vermittlung von EU-Energiekommissar Günther Oettinger sollen am Vormittag in Brüssel fortgesetzt werden.
Russland hatte gedroht, der Ukraine den Gashahn zuzudrehen, sollten ausstehende Rechnungen nicht bis Dienstag beglichen worden sein. Ein solcher Schritt könnte auch Folgen für die Energieversorgung der Europäischen Union haben, denn die EU-Staaten decken rund ein Drittel ihres Gas- und Ölverbrauchs mit Lieferungen aus Russland, rund die Hälfte davon strömt durch Pipelines durch die Ukraine.
Die Frist verstrich allerdings, ohne dass Russland die Lieferungen einstellte. Beide Seiten sind uneins, wie viel die ukrainische Gasgesellschaft Naftogaz dem russischen Monopolisten Gazprom für Lieferungen schuldet und wie hoch der künftige Gaspreis sein soll.