Geplante Lithium-Mine erzürnt Portugals Umweltschützer
Die portugiesische Umweltbehörde hat die geplante Lithiummine Romano in Montalegre im Norden Portugals (Bezirk Vila Real) unter Auflagen genehmigt. Umweltschützer sind jedoch besorgt über die Auswirkungen der Mine.
Die portugiesische Umweltbehörde (APA) hat den Bau der geplanten Lithium-Mine Romano in Montalegre im Norden Portugals unter Auflagen genehmigt. Umweltschützer kritisierten jedoch die möglichen Folgen für Einheimische und die Natur.
Das Bergbauunternehmens Lusorecursos wollte in der Mine Romano im Norden des Bezirks Vila Real Litihium abbauen. Die Entscheidung falle „positiv bezüglich des Abbau und der zweiten Lösung (südöstlich des Abbaugebiets) als Standort für die Abfallentsorgungsanlage“ aus, hieß es dazu nun von der Behörde.
Einer der größten portugiesischen Umweltverbände, Zero, reagierte mit Besorgnis auf die Genehmigung der Romano-Lithium-Mine in Montalegre und bezeichnete es als „absurd“, das Projekt zwischen der Mine und der Raffinerie zu trennen, die einer separaten Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unterzogen wird.
„Es ist besorgniserregend, und wir sprechen wieder einmal über ein Projekt mit großen ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen, das Gegenstand einer positiven bedingten Stellungnahme [der Umweltbehörde] ist“, erklärte Nuno Forner von Zero am Donnerstag gegenüber Lusa.
„Diese Stellungnahme weist einen besonderen Aspekt auf, nämlich dass ein Teil des Komplexes der Bergbauanlagen Gegenstand eines separaten Verfahrens sein wird, was wir gelinde gesagt für absurd halten“, fügte Forner hinzu.
„Die Aufteilung des Projekts in mehrere Teile macht keinen Sinn“, sagte er.
Die Behörde hatte in ihrem Bericht angeordnet, dass die Festlegung des Standorts der Raffinerie, der Waschanlage und der Verwaltungsgebäude „im Rahmen eines gesonderten Verfahrens weiter untersucht werden sollte“ und dass man sich vorzugsweise auf den Standort konzentrieren sollte, der der vorgeschlagenen „Lösung A“ entspricht, „wenn die Unvereinbarkeit des Projekts mit dem Masterplan der Gemeinde Montalegre überwunden worden ist.“
„Wir sind besorgt darüber, dass in den Entschädigungs- und Minimierungsmaßnahmen die Möglichkeit erwähnt wird, dass die Bevölkerung in Geldwerten entschädigt wird, damit sie ein anderes Haus oder ein anderes Grundstück kaufen kann oder sogar für die Aufgabe ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeit entschädigt wird“, so Forner.
Dies zeige „deutlich, dass es sich um ein Projekt mit großen Auswirkungen handelt“, insbesondere auf die soziale Komponente, die „kaum zu minimieren sind“ und dass „die Lösung darin bestehen wird, die Menschen aus dem Gebiet zu vertreiben“, sagte Forner.
Dies ist das zweite Lithiumprojekt, welches in Portugal genehmigt worden ist. Zuvor hatte der Bau der Barroso-Mine im Mai grünes Licht bekommen, welcher vom Konzern Savannah für Covas do Barroso in der Gemeinde Boticas beantragt worden war.