Griechenland: Mitte-Rechts Partei wird wohl zweite Wahlrunde gewinnen

Die konservative Neue Demokratie (ND, EVP) von Premierminister Kyriakos Mitsotakis liegt laut aktuellen Umfragen mit genügend Stimmen in Führung, um die Mehrheit der Sitze bei der anstehenden Parlamentswahl zu ergattern.

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Erste Umfragen deuten darauf hin, dass die Strategie von Mitsotakis (Bild) aufgeht. Seine Mitte-Rechts-Partei Neue Demokratie liegt in den Umfragen bei etwa 42,1 Prozent (Wahlergebnis vom Mai: 40,8 Prozent), was laut Metron Analysis, die 162 von 300 Sitzen für Mitsotakis' Partei prognostiziert, für eine Mehrheit der Sitze ausreicht. [Shutterstock/Alexandros Michailidis]

Die konservative Neue Demokratie (ND, EVP) von Premierminister Kyriakos Mitsotakis liegt laut aktuellen Umfragen mit genügend Stimmen in Führung, um die Mehrheit der Sitze bei der anstehenden Parlamentswahl zu ergattern.

Die Wahlen wurden ausgerufen, nachdem bei den Wahlen im letzten Monat keine Partei eine Mehrheit für die Regierungsbildung erreicht hatte.

Erste Umfragen deuten darauf hin, dass die Strategie des Amtsinhabers aufgeht. Seine Mitte-Rechts-Partei Neue Demokratie liegt in den Umfragen bei etwa 42,1 Prozent (Wahlergebnis vom Mai: 40,8 Prozent), was laut Metron Analysis, die 162 von 300 Sitzen für Mitsotakis‘ Partei prognostiziert, für eine Mehrheit der Sitze ausreicht.

Die wichtigste Oppositionspartei, die linke SYRIZA (EU-Linke), bleibt laut Umfragen bei ihrem Wahlergebnis vom Mai, bei ungefähr 20 Prozent.

Die anderen Mitte-Links-Parteien im Parlament scheinen nicht von der Schwäche der SYRIZA zu profitieren. Die sozialdemokratische PASOK-KINAL (S&D) liegt in den Umfragen bei 12 Prozent (+1 im Vergleich zur Mai-Wahl), die kommunistische KKE (Fraktionslos) bleibt bei 7 Prozent.

Zwei neue Parteien werden ins Parlament einziehen: Die Partei „Kurs der Freiheit“ (PE) der ehemaligen Parlamentspräsidentin und SYRIZA-Abgeordneten Zoe Konstantopoulou liegt in den Umfragen bei 4,5 Prozent und damit deutlich über den für den Einzug ins Parlament erforderlichen 3 Prozent. Die Partei wurde 2016 gegründet, war aber nie im nationalen oder EU-Parlament vertreten.

Bei den Wahlen im Mai gewann die Partei – unerwartet – 2,9 Prozent und kam damit der Wahlhürde sehr nahe. Dies signalisiert potenziellen Wählern der PE, dass eine Stimme bei den kommenden Wahlen nicht „verschwendet“ ist, da die Partei die Chance hat, Sitze zu gewinnen.

Die rechtsgerichtete Partei NIKI befindet sich in einer ähnlichen Situation. Sie hat bei den Wahlen im Mai 2,9 Prozent der Stimmen erhalten. NIKI hat wahrscheinlich davon profitiert, dass andere rechtsextreme Parteien vor der Wahl verboten wurden, und liegt jetzt bei 3,8 Prozent der Stimmen.

Die nationalkonservative EL (EKR) dürfte mit rund 4 Prozent der Stimmen erneut einen Sitz im Parlament erringen. Allerdings ist die rechte Wählerschaft in Griechenland nicht gerade loyal gegenüber gewissen Parteien, so dass die NIKI bis zum Wahltag genügend Stimmen von der EL abschöpfen kann, um diese aus dem Parlament zu verdrängen.

Die linke und transnationale MeRa25-Partei von Yanis Varoufakis kommt derzeit auf 2 Prozent und würde damit nicht den Einzug ins Parlament schaffen. Bereits bei den Wahlen im Mai hatte die Partei ihre Sitze verloren.