Griechenland will Kosovo weiterhin nicht anerkennen
Griechenlands wird weiterhin die Unabhängigkeit des Kosovos nicht anerkennen, erklärte die griechische Präsidentin Katerina Sakellaropoulou am Dienstag bei einem Besuch in Serbien.
Griechenlands wird weiterhin die Unabhängigkeit des Kosovos nicht anerkennen, erklärte die griechische Präsidentin Katerina Sakellaropoulou am Dienstag bei einem Besuch in Serbien.
Griechenland ist einer von fünf Mitgliedstaaten der EU, die die einseitige Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien im Jahr 2008 nach dem Kosovo-Serbien-Krieg 1998-1999 nicht anerkennen.
Die anderen sind Zypern, Rumänien, Spanien und die Slowakei. „Es gibt immer Druck auf diplomatischer Ebene, aber das hat unsere Position nicht beeinflusst, wir haben eine konsequente Politik“, sagte Sakellaropoulou nach ihrem Treffen mit dem serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić.
Sie betonte auch, dass Griechenland den Anhang zur Umsetzung des Abkommens zur Normalisierung zwischen Kosovo und Serbien, das am 18. März in Ohrid unter Vermittlung der Europäischen Union erzielt wurde, begrüßt.
„Griechenland ist bereit, Belgrad und Pristina bei der Umsetzung des Abkommens zu unterstützen“, fügte sie hinzu. Ihre Äußerungen kommen Tage nach dem Besuch des griechischen Außenministers Nikos Dendias in Belgrad, welcher mit einer ähnlichen Botschaft abreiste.
Während Athen die Rolle eines „ehrlichen Vermittlers“ zwischen Serbien und dem Kosovo anstrebt, bekräftigte es laut der Zeitung Kathimerini, dass es den Kosovo trotz des Vorschlags der USA nicht als unabhängigen Staat anerkennen werde.
Die Äußerungen von Dendias kamen wenige Tage nach seinem Besuch im Kosovo und seinem sechsten Treffen mit Präsidentin Vjosa Osmani, was einige zu Spekulationen über eine mögliche Anerkennung veranlasste.
In einer Erklärung lobte das Staatsoberhaupt das Engagement Griechenlands und seine anhaltende Unterstützung für die Visaliberalisierung und die euro-atlantische (NATO-?) Integration im Kosovo.
„Bei dem Treffen wurden auch die Beziehungen zwischen dem Kosovo und Griechenland erörtert, wobei Präsident Osmani seine Bereitschaft bekundete, die bilateralen Beziehungen weiter zu stärken“, erklärte die kosovarische Präsidentschaft in einer Pressemitteilung.
Griechenland erkennt zwar kosovarische Pässe an, doch angesichts der für Mai angesetzten Wahlen wären Schritte in Richtung einer Anerkennung für die Regierungspartei wahrscheinlich nicht ratsam.