Größter Solarmodulhersteller bleibt in Deutschland

Der größte deutsche Hersteller von Solarzellen, Meyer Burger, bleibt in Deutschland. Das Unternehmen gab am Montag (26. August) bekannt, dass es sein Werk nicht schließen und nicht in die USA umziehen wird.

Euractiv.com
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Meyer Burger hatte im Januar die Schließung seines deutschen Solarzellenwerks mit einer Produktionskapazität von 650 Megawatt pro Jahr angekündigt. [Shutterstock/T. Schneider]

Der größte deutsche Hersteller von Solarzellen, Meyer Burger, bleibt in Deutschland. Das Unternehmen gab am Montag (26. August) bekannt, dass es sein Werk nicht schließen und nicht in die USA umziehen wird.

Meyer Burger hatte im Januar die Schließung seines deutschen Solarzellenwerks mit einer Produktionskapazität von 650 Megawatt pro Jahr angekündigt. Heute teilte das Unternehmen jedoch in einer Stellungnahme mit, dass die geplante Fabrik in Colorado Springs, USA, nicht gebaut werde.

Im Umkehrschluss wird das deutsche Werk nun weiterhin betrieben, obwohl es die vom Unternehmen beantragten staatlichen Subventionen nicht erhalten hat.

„Der bestehende Zellproduktionsstandort […] Deutschland, wird weiterhin voll betrieben und soll – anders als bisher geplant – auch zukünftig das Rückgrat der Solarzellenversorgung von Meyer Burger bilden“, so das Unternehmen.

Die Produktion in Deutschland sei „die wirtschaftlichste Option“ zur Versorgung der Modulmontagelinien, hieß es weiter.

Die Ankündigung sei eine „gute Nachricht für den Standort Deutschland“, schrieb der Direktor der NGO Deutsche Umwelthilfe, Sascha Müller-Kraenner, auf X. Er erneuerte die Forderung nach einem „Programm für die Förderung der heimischen PV-Industrie.“

Ein Subventionsprogramm für in Deutschland produzierte Solarmodule konnte von der Bundesregierung Anfang des Jahres nicht verabschiedet werden, da die FDP dies strikt ablehnte.

Befürworter der Subventionen führten damals den Fall Meyer Burger als Beispiel dafür an, was vermieden werden sollte.

Meyer Burger erklärte, seine Ambitionen, von dem milliardenschweren US-Subventionsprogramm, dem Inflation Reduction Act, zu profitieren, zurückschrauben. Dazu werde das Unternehmen weniger Steuererleichterungen in Anspruch nehmen, um seine Expansion in die USA zu finanzieren.

Die Aktien des Unternehmens sind seit einer vorübergehenden Erholung Mitte 2023 gefallen und fielen nach der Ankündigung zunächst um weitere 47 Prozent.

[Bearbeitet von Donagh Cagney/Rajnish Singh]