Großbritannien umreißt Vision für Zukunft der EU-Agrarpolitik [DE]

Am 2. Dezember hat die britische Regierung einen Bericht vorgelegt, in dem sie ihre Vision einer nachhaltigen europäischen Agrarpolitik darlegt. EU-Kommissarin Fischer Boel indes ließ verlauten, dies sei nicht der richtige Zeitpunkt für den Beginn derartiger Diskussionen.

Am 2. Dezember hat die britische Regierung einen Bericht vorgelegt, in dem sie ihre Vision einer nachhaltigen europäischen Agrarpolitik darlegt. EU-Kommissarin Fischer Boel indes ließ verlauten, dies sei nicht der richtige Zeitpunkt für den Beginn derartiger Diskussionen.

In der Debatte über den EU-Haushalt hat der britische Premier Tony Blair die Zukunft des britischen Beitrittsrabatts von einer Reform der EU-Agrarpolitik abhängig gemacht. Doch aufgrund des heftigen Widerstands aus Frankreich und anderen Empfängerländern der EU-Agrarzuschüsse ist Blair mit seinen Bemühungen gescheitert. 

Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) wird auch im Rahmen der Doha-Runde stark kritisiert. Die Entwicklungsländer werfen der EU (und den USA) vor, ihre Agrarmärkte mit hohen Zuschüssen zu schützen. 

In dem britischen Bericht heißt es, die derzeitigen Zuschussregelungen würden einer durchschnittlichen vierköpfigen Familie in der EU jährlich 950 Euro kosten. Auch die sozialen und ökologischen Kosten seien beachtlich. Der Bericht empfiehlt folgendes:

  • Abschaffung sämtlicher Preisunterstützungen, Exportzuschüsse und anderer Produktions- und Verbrauchssubventionen 
  • Integration der Landwirtschaft in die EU-Wettbewerbspolitik
  • Aufnahme der Agrarausgaben in die 1. Säule der EU („ländliche Entwicklung“)