Großer Anteil der Orban-Anhänger geben der Ukraine die Schuld am Krieg

Die Umfrage zeigt, dass 64 Prozent der ungarischen Bevölkerung die russische Invasion in der Ukraine für einen Akt der Aggression hält, doch die Wähler der Regierungspartei Fidesz sind in dieser Frage gespalten, berichtet Telex.

EURACTIV.com mit Telex
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Die Umfrage wurde im Auftrag von Népszava zwischen dem 7. und 11. März durchgeführt. In einer landesweit repräsentativen Stichprobe halten 44 Prozent der Fidesz-Wähler den Einmarsch in Ungarns östliches Nachbarland für eine klare russische Aggression, während 25 Prozent den Ukrainern die Schuld geben. Ein weiteres Drittel äußert sich nicht zu den Geschehnissen. [Shutterstock/majorstockphoto]

Wie eine kürzlich durchgeführte Umfrage des Publicus-Instituts zeigt, halten 64 Prozent der ungarischen Bevölkerung die russische Invasion in der Ukraine für einen Akt der Aggression, doch die Wähler der Regierungspartei Fidesz sind in dieser Frage gespalten, berichtet Telex.

Die Umfrage wurde im Auftrag von Népszava zwischen dem 7. und 11. März durchgeführt. In einer landesweit repräsentativen Stichprobe halten 44 Prozent der Fidesz-Wähler den Einmarsch in Ungarns östliches Nachbarland für eine klare russische Aggression, während 25 Prozent den Ukrainern die Schuld geben. Ein weiteres Drittel äußert sich nicht zu den Geschehnissen.

Im Gegensatz dazu ist das Lager der Opposition eindeutig: Mehr als 90 Prozent verurteilen den russischen Angriff.

Die beiden großen Lager sind sich über den Ausgang des Krieges uneins: 42 Prozent der Fidesz-Wähler erwarten, dass die Russen schnell die Kontrolle über die Ukraine übernehmen, während nur 22 Prozent einen langen und blutigen Krieg für wahrscheinlicher halten. Fast die Hälfte der Oppositionswähler hält dagegen das letztgenannte Szenario für realistisch, wobei nur 16 Prozent der Meinung sind, dass die Russen schnell gewinnen könnten.

Auf die Frage, ob der Krieg auf Ungarn übergreifen könnte, antworteten nur 14 Prozent aller Befragten mit Ja.

Der größte Unterschied zwischen den Fidesz-Wählern und den Wählern der Opposition bestand – wie zu erwarten – in der Bewertung der Beziehungen der Regierung Orbán zu Russland.

Während 81 Prozent der Fidesz-Wähler meinten, der Ministerpräsident müsse Russland nicht stärker als bisher für den Angriff auf die Ukraine verurteilen, meinten 90 Prozent der Oppositionswähler, er solle dies tun.

Bei fast der Hälfte der Oppositionswähler hat sich die Meinung über die Regierung verschlechtert, bei einem Fünftel der Fidesz-Wähler hat sich die Meinung dagegen verbessert.