Hans Kluge bereitet sich darauf vor, die Leitung der WHO zu übernehmen

„Die belgische Regierung hat mich für das Amt des WHO-Generaldirektors nominiert“, schrieb Kluge am Freitag in den sozialen Medien. Der Arzt leitet seit 2020 das WHO-Regionalbüro für Europa mit Sitz in Kopenhagen.

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World Health Organization (WHO) Ministerial Conference in Istanbul
Hans Kluge, Regionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Europa. [Foto: Beyza Comert/Anadolu via Getty Images]

Hans Kluge, Regionaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Europa, hat seine Kandidatur als Nachfolger von Tedros Adhanom Ghebreyesus als nächster Generaldirektor der Organisation angekündigt.

„Die belgische Regierung hat mich für das Amt des WHO-Generaldirektors nominiert“, schrieb Kluge am Freitag in den sozialen Medien. 

Der belgische Arzt leitet seit 2020 das WHO-Regionalbüro für Europa mit Sitz in Kopenhagen. Seine Ankündigung bestätigt lang anhaltende Spekulationen, dass er sich um die Nachfolge von Tedros bewerben würde, dessen zweite und letzte Amtszeit als WHO-Generaldirektor im August 2027 ausläuft. 

Kluge kündigte außerdem an, dass er gemäß den WHO-Verfahren für Führungswahlen einen Sonderurlaub von seiner Tätigkeit als Regionaldirektor nehmen werde. Während seiner Abwesenheit wird Corinne Capuano, die Direktorin für Programmmanagement der Organisation, die Aufgaben kommissarisch übernehmen. 

Kluge ist der dritte Kandidat, der sich um das Amt bewirbt. Katar und Saudi-Arabien haben jeweils eine Kandidatin nominiert: Hanan Mohammed Al Kuwari und Hanan Balkhy. Die Mitgliedstaaten haben bis zum 24. September Zeit, Nominierungen einzureichen. 

Neue „geopolitische Realitäten“

Der WHO-Exekutivrat wird eine erste Vorauswahl der Kandidaten vornehmen, bevor er eine Auswahlliste erstellt und bis zu drei Kandidaten zur Beratung durch die Weltgesundheitsversammlung vorschlägt. Die Versammlung wird dann aus dem Kreis dieser Kandidaten den nächsten Generaldirektor wählen. 

In einem Interview mit Euractiv Anfang dieses Jahres erklärte Kluge, die WHO passe sich neuen „geopolitischen Realitäten“ an, und argumentierte, die Organisation solle sich weiterhin auf ihren Kernauftrag im Bereich der öffentlichen Gesundheit konzentrieren, einschließlich Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums und des schädlichen Alkoholkonsums. 

(bw)