Helmpflicht: Italien verschärft Vorschriften für E-Scooter
Die italienische Regierung arbeitet an einer neuen Straßenverkehrsordnung, um auf den statistischen Anstieg der Verkehrsunfälle zu reagieren, wobei der Schwerpunkt auf Motorrollern liegt, kündigte der italienische Infrastrukturminister Matteo Salvini am Dienstag an.
Die italienische Regierung arbeitet an einer neuen Straßenverkehrsordnung, um auf den statistischen Anstieg der Verkehrsunfälle zu reagieren, wobei der Schwerpunkt auf E-Scootern liegen wird, kündigte der italienische Infrastrukturminister Matteo Salvini am Dienstag an.
Zu den Vorschlägen des Ministers gehören härtere Strafen für Trunkenheit am Steuer, Änderungen der Geschwindigkeitsbegrenzungen und Verkehrserziehung für junge Menschen. Für E-Scooter könnten neue Geschwindigkeitsbegrenzungen und obligatorische Nummernschilder eingeführt werden.
„Für diejenigen, die Scooter benutzen: Helm, Registrierung, Versicherung und gutes Benehmen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Führer der Liga (ID) Matteo Salvini.
„Im vergangenen Jahr gab es 3.120 Tote auf italienischen Straßen. Das ist untragbar: Wir werden an einer neuen Straßenverkehrsordnung arbeiten“, kündigte er an.
Salvinis Äußerungen folgen auf die jüngste Tragödie in Rom: Ein 24-jähriger junger Mann wurde von einem Lieferwagen überfahren und getötet, als er mit einem Motorroller nach Hause fuhr. Dies ist das 58. Opfer seit Anfang des Jahres.
Der Anstieg der Nutzung von E-Scootern begann während der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020, und innerhalb eines Jahres vervierfachte sich die Zahl der Unfälle, die häufig durch zu schnelles Fahren (36 Prozent) verursacht wurden.
Von 2020 bis 2021 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle mit E-Scooter-Beteiligung nach Angaben des Nationalen Instituts für Statistik (Istat) von 564 auf 2.101 und die Zahl der Verletzten von 518 auf 1.980. Davon waren 1.903 Fahrer, 77 Passagiere und 127 Fußgänger. Im Jahr 2021 gab es 10 Opfer, darunter ein Fußgänger.
Die Zahl der Unfälle mit Fahrrädern (691 im Jahr 2021 gegenüber 240 im Jahr 2020) und der Todesopfer (13 im Jahr 2021 gegenüber 6 im Jahr 2020) hat sich ebenfalls verdreifacht.
Aus den ISTAT-Daten geht außerdem hervor, dass in Italien im Jahr 2021 nur 13 Prozent der Nutzer von Elektrorollern zuvor mit dem Auto unterwegs waren. Vor der Einführung der Roller waren die meisten Nutzer zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.