In Europa wächst die Angst vor Terrorismus [DE]
Zwei Drittel der Europäer schätzen die Terrorgefahr als sehr hoch ein. Nach einem neuen Bericht der Transatlantic Trends hat eine wachsende Zahl der Europäer und Amerikaner Angst vor islamischem Fundamentalismus.
Zwei Drittel der Europäer schätzen die Terrorgefahr als sehr hoch ein. Nach einem neuen Bericht der Transatlantic Trends hat eine wachsende Zahl der Europäer und Amerikaner Angst vor islamischem Fundamentalismus.
Die Umfrage “Transatlantic Trends” des German Marshall Fund of the United States wurden vor fünf Jahren ins Leben gerufen, um den Puls der transatlantischen Beziehungen zu messen. Das Ergebnis der 2006 Umfrage zeigt, dass die Beziehungen nicht die besten sind. 46% der Amerikaner sind der Auffassung, die Beziehungen zwischen den USA und Europa hätten sich im letzten Jahr verschlechtert, während 41% der Europäer die Beziehungen als unverändert einschätzen. 55 Prozent der befragten Europäer befürworten eine von den USA unabhängigere Haltung in der Außen- und Sicherheitspolitik. Diese Zahl lag 2004 bei 50 Prozent. 45% der Amerikaner wünschen sich eine engere Beziehung mit der EU – 2004 waren es noch 60%.
Amerikaner und Europäer schätzen die Bedrohung durch Terrorismus ähnlich ein. 66% der Europäer und 79% der Amerikaner sehen den Terrorismus als sehr ernste Bedrohung – 2004 lagen waren es 58%, beziehungsweise 72%.
Auf beiden Seiten des Atlantiks herrscht Einigkeit darüber, dass die Bedrohung vor allem von islamischem Fundamentalismus ausgeht (58% der Amerikaner, im Vergleich zu 45% im Jahr 2004 und 53% der Europäer, im Vergleich zu 41%).
56% der Amerikaner und Europäer halten die Werte des Islam für nicht vereinbar mit den Werten ihrer Demokratie. Zugleich sagten 60% der Amerikaner und Europäer, das Problem sei nicht der Islam im Allgemeinen, sondern bestimmte islamische Gruppen.