Industrie-Studie: Kosten für Klimaschutz sind nicht zu hoch [DE]

Viele Maßnahmen, die in Industriestaaten notwendig seien, um den Klimawandel zu bekämpfen, könnten sich selbst finanzieren. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt die „Weltkarte des Klimaschutzes“ des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall.

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Viele Maßnahmen, die in Industriestaaten notwendig seien, um den Klimawandel zu bekämpfen, könnten sich selbst finanzieren. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt die „Weltkarte des Klimaschutzes“ des schwedischen Energieunternehmens Vattenfall.

Das swedische Energieunternehmen Vattenfall nimmt eine Vorreiterrolle unter den Unternehmen ein bei der Förderung von Klimaschutzpolitiken. Nicht einmal eine Woche nach Vorstellung der globalen Wirtschaftinitiative Combat Climate Change (3C) im Beisein von Kommissionspräsident Barroso in Brüssel, hat der Chef von Vattenfall, Lars Josefsson, in Berlin eine neue Studie vorgelegt („Global Climate Impact Abatement Map“). Josefsson gehört zu den Beratern von Bundeskanzlerin Angela Merkel für den Bereich Klimawandel. 

Einige Ergebnisse der Vattenfall-Studie sind:

  • Die Bekämpfung des Klimawandels ist technisch möglich und kostet weniger als allgemein veranschlagt;
  • Die Kosten für die Begrenzung der Konzentration von Treibhausgasen auf 450 ppm beträgt ungefähr 0,6% des BIP. Diese Zahl ist geringer als die optimistischste Schätzung des Briten Nicholas Stern, der die Kosten auf 1% des Gesamt-BIPs schätzt. 0,6% des BIP entspricht ein Viertel der Gesamtausgaben für Verteidigung weltweit;
  • Es bestehen große Möglichkeiten im Bereich der Energieeffizienz (Autos, Wohnen; Beleuchtung und Heizung), und;
  • Ungefähr 40% der Maßnahmen, die in Industrieländern notwendig sein würden, könnte sich selbst finanzieren („negative Kosten“).