Interview: Arte bringt das europäische Fernsehen auf die Weltbühne [DE]
ARTE France habe immer eine „europäische Dimension“ gehabt, so der Chef des deutsch-französischen Fernsehsenders, Jérôme Clément, bei der Vorstellung seines neuen Projekts Arte Global.
ARTE France habe immer eine „europäische Dimension“ gehabt, so der Chef des deutsch-französischen Fernsehsenders, Jérôme Clément, bei der Vorstellung seines neuen Projekts Arte Global.
In einem Interview mit EURACTIV betonte der Präsident des deutsch-französischen Fernsehsenders, Jérôme Clément, dass das neue Projekt des Senders, Arte Global, ein Ableger, der neue Bereiche wie das Internet, ADSL und Mobiltelefontechnologie berücksichtigen wird, vielmehr ein technisches als ein geographisches Projekt sei, auch wenn das Ziel sei, die europäische Identität zu stärken.
Der Ansatz bleibe der gleiche: Kultur, Kreationen, Vielfalt, Europa. Arte sei kein Nachrichtensender wie Euronews, France 24 oder Deutsche Welle – vielmehr stehe die Kreation im Mittelpunkt der Mission.
Ob Arte denn plane, die Sendungen in mehr europäische Sprachen zu übersetzen, im Einklang mit den ehrgeizigen Zielen des Kommissars für Mehrsprachigkeit Leonard Orban?
Derzeit seien alle Sendungen bereits in deutscher und französischer Sprache, so Clément, und Mehrsprachigkeit sei teuer. Jedoch sei es möglich, wenn die jeweiligen Länder bereit seien, Arte und die Sendungen in ihre nationalen Programmpläne zu integrieren, wie es derzeit in 15 mittel- und osteuropäischen Staaten sowie den Balkanstaaten der Fall sei. Hier würden die Arte-Sendungen synchronisiert oder mit Untertiteln versehen.
Es sei bereits untersucht worden, ob es möglich sein könnte, untertitelte englische Versionen einiger Sendungen an einige nordische Staaten zu vermitteln, jedoch sei dies ein schwieriges Unterfangen, wenn die Netzwerke oder Kabelanbieter nicht die Kosten für die Übersetzungen berücksichtigen würden. Die kulturellen Ziele von Arte seien auf jeden Fall mit denen von Kommissar Orban vergleichbar.
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