Interview: Wissenschaft für junge Leute attraktiver gestalten [DE]

Die EU könne von Australien lernen, wie Wissenschaft mit anderen Disziplinen wie Recht oder Wirtschaft kombiniert werden könne, um mehr junge Studenten für diesen Bereich zu interessieren, meinte die kürzlich zur Chefwissenschaftlerin ernannte Professorin Penny D. Sackett in einem Interview mit EURACTIV.

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Die EU könne von Australien lernen, wie Wissenschaft mit anderen Disziplinen wie Recht oder Wirtschaft kombiniert werden könne, um mehr junge Studenten für diesen Bereich zu interessieren, meinte die kürzlich zur Chefwissenschaftlerin ernannte Professorin Penny D. Sackett in einem Interview mit EURACTIV.

„Die ganze Welt erkennt an, dass mehr Ingenieure und Menschen mit wissenschaftlicher und technologischer Ausbildung benötigt werden“, sagte Sackett. Sie brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die aktuellen globalen Herausforderungen wie der Klimawandel und die Energieversorgung mehr junge Menschen dazu motivierten, sich für Wissenschaft und Forschung zu interessieren.

„Die meisten jungen Menschen wollen in einer Welt leben, in der sie das Gefühl haben, etwas bewegen und für Veränderungen sorgen zu können. Wenn die jungen Menschen das wichtig finden, müsste die Wissenschaft heutzutage eigentlich zu den Bereichen zählen, an denen das größte Interesse besteht“, meinte Sackett.

„Die Möglichkeit, ihre Umwelt in großem Maße zu verändern, wird die jungen Menschen hoffentlich inspirieren“, fügte sie hinzu.

Australien habe bereits erkannt, dass eine stärker interdisziplinär ausgerichtete Wissenschaft von grundlegender Bedeutung sei, wenn es darum gehe, das Land für Wissenschaftler attraktiver zu gestalten, so die Wissenschaftlerin. Sie prognostizierte, dass „neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Interesse an Wissenschaft entstehen werden“. 

Sie beschrieb Wissenschaft und Recht als eine „sehr wertvolle Kombination, wenn man beispielsweise an das CO2-Emissionshandelssystem denkt“.

Frauen in der Wissenschaft

Ein weiterer Bereich, in dem Europa dem australischen Beispiel folgen könnte, sei die Förderung der Frauen in der Wissenschaft. Nicht nur sei Sackett kürzlich zur Chefwissenschaftlerin des Landes ernannt worden, auch würden zwei der führenden Forschungsinstitutionen in Australien von Frauen geführt, sagte sie zu EURACTIV. 

„Ich denke, wir können eine Veränderung beobachten, in dem Sinne, dass die australischen Bürger Entwicklung akzeptieren. Deshalb bin ich damit zufrieden und hoffe, dass jedes Land das ganze Potential der Förderung der Frauen in der Wissenschaft ausschöpfen wird“, sagte Sackett.

Die Europäische Kommission hat in den vergangenen Jahren mehrere Initiativen gestartet, um Frauen zu ermutigen, sich an der Forschung in Europa zu beteiligen. Derzeit ist die Mehrheit (56%) der Hochschulabsolventen in Europa weiblich, doch machen Frauen nur ein Viertel der Absolventen im Bereich Ingenieurswesen aus. Außerdem nimmt der Anteil der Frauen, die sich an der Forschung beteiligen, mit zunehmender Karrieredauer ab, so dass sich nur wenige Frauen an der wissenschaftlich hochrangigen Forschung beteiligen. Das trifft besonders auf Karrieren in der Wirtschaft zu und lediglich 14% der Vollzeit-Professoren in Europa sind weiblich (siehe EURACTIV LinksDossier).

Um das vollständige Interview zu lesen, klicken Sie bitte hier.