Iran: Solana hofft auf neue Gespräche im Atomstreit [DE]
Nach konstruktiven Gesprächen über eine mögliche zweimonatige Unterbrechung der iranischen Urananreicherungen drängt der EU-Außenbeauftrage Solana auf weitere Gespräche. Die Außenministerin der USA Condoleezza Rice hat den Vorstoß vorsichtig begrüßt.
Nach konstruktiven Gesprächen über eine mögliche zweimonatige Unterbrechung der iranischen Urananreicherungen drängt der EU-Außenbeauftrage Solana auf weitere Gespräche. Die Außenministerin der USA Condoleezza Rice hat den Vorstoß vorsichtig begrüßt.
Die Forderungen der USA nach Sanktionen könnten angesichts der konstruktiven Gespräche zwischen dem EU-Außenbeauftragten Javier Solana und dem iranischen Unterhändler Ali Larijani in Wien am 9. und 10. September 2006 an Gewicht verlieren.
Aus EU-Diplomatenkreisen war zu hören, Larijani hätte während der Verhandlungen eine zweimonatige Unterbrechung der Urananreicherungen angeboten. Die genauen Bedingungen sind noch nicht bekannt und zwei Monate sind eine kurze Zeitspanne.
Solana ist jedoch der Auffassung, dies sei ein Fortschritt. Es sei gelungen, einige Missverständnisse aufzuklären und Fortschritte zu erzielen. Das Ziel sei, weiter auf diesem Weg zu bleiben, äußerte Solana. Der EU-Außenbeauftragte hofft auf eine baldige Fortsetzung der Gespräche.
Äußerungen der US-Außenministerin Condoleezza Rice am 11. September 2006 deuten auf ein mögliches Einlenken der USA hin. Rice hatte nicht ausgeschlossen, dass die amerikanische Regierung ihre Forderung nach Sanktionen fallen lassen würde, wenn Teheran seine Urananreicherung für zwei Monate unterbrechen würde.